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Calw Feuerwehrhaus wird zum Kulturcafé

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Der neue Verein möchte für eine Nachnutzung des Feuerwehrhauses in Stammheim sorgen. Foto: Archiv/Klormann

Calw-Stammheim - Noch immer ist nicht abschließend geklärt, wie es mit dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Stammheim weitergeht. Die Verfechter eines inklusiven Kulturcafés geben aber nicht auf. Über die Sommermonate haben sie an ihrem Konzept gearbeitet. Und hoffen nun auf die Zustimmung der Stadt.

Es ist ein Auf und Ab für die Gründer des Vereins "Alte Feuerwehr – Kaffee.Kultur". Ihr Vorhaben, im ehemaligen Feuerwehrhaus in Stammheim ein inklusives Kulturcafé zu errichten, kommt zwar prinzipiell sowohl im Gemeinderat, als auch in großen Teilen der Bevölkerung gut an. Doch am "Feintuning", also der detaillierten Ausarbeitung der Finanzierung und des Konzepts, haperte es bislang noch. Das fand zumindest ein Teil des Gemeinderats in einer Sitzung im Juni (wir berichteten). Also stürzten sich die Initiatoren über die Sommermonate erneut auf ihr Projekt. Und inzwischen, das vermeldet Stefanie Hettich, Vorsitzende des Vereins "Alte Feuerwehr – Kaffee.Kultur", sei viel passiert.

Ausgefeilter Business-Plan vonnöten

In der damaligen Gemeinderatssitzung war einigen Räten sowie Oberbürgermeister Florian Kling vor allen Dingen die vonseiten des Vereins vorgeschlagene Finanzierung des inklusiven Kulturcafés ein Dorn im Auge. Laut deren Planung sollte die Stadt Calw rund 165 000 Euro beisteuern. Plus etwa 200 000 Euro, die im Falle eines Umbaus des Vorplatzes dazukommen würden, wie es damals hieß. Auch wenn der OB betonte, das Vorhaben grundsätzlich zu unterstützen, war ihm das doch eine Spur zu viel Geld – gerade in der Corona-Zeit. Darüber hinaus forderten einige Räte einen detaillierteren Business-Plan. Schlussendlich hatte sich das Gremium darauf geeinigt, weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen des Vereins zu suchen.

Das "Alte Feuerwehr – Kaffee.Kultur"-Team um Hettich nahm sich diese Kritik offenbar zu Herzen. Mithilfe der ehemaligen Behindertenbeauftragten des Landkreises Calw, Jennifer Langer, hatten sie sich für das Förderprogramm "Gut Beraten" der Initiative "Allianz für Beteiligung" beworben und daraus 4000 Euro für eine professionelle Beratung erhalten. Mit diesem Geld wiederum wandten sie sich an eine Beraterfirma aus Leonberg, die mit dem Stammheimer Team die ­Finanzen durchging, einen Business-Plan aufstellte und Fördergelder beantragte, schreibt Hettich in einer ­E-Mail an den Schwarzwälder Boten.

Zwei Vorsitzende

Seit Ende September ist der Verein "Alte Feuerwehr – Kaffee.Kultur" nun auch offiziell beim Registergericht eingetragen. "Das heißt, nun können wir endlich Mitglieder aufnehmen sowie Spenden entgegennehmen und Spendenbescheinigungen ausstellen", freut sich Hettich. Den Vorsitz hat sie gemeinsam mit Werner Gann inne. Der Verein habe schon sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Die ersten Mitgliedsanträge seien eingegangen und auch die ersten Spendenzusagen. Für den Verein haben die Gründungsmitglieder ein Logo entworfen und Flyer gedruckt, berichtet Hettich. Und im sozialen Netzwerk Facebook seien sie neuerdings auch vertreten.

Der nächste Schritt: Nach den Herbstferien stehen Gespräche mit dem Sprachheilzentrum an. "Da uns Inklusion ein wichtiges Anliegen ist, würden wir uns über eine enge Zusammenarbeit mit dem Sprachheilzentrum sehr freuen", meint die Vereinsvorsitzende. "Uns wurde bereits großes Interesse seitens des Sprachheilzentrums signalisiert."

Dasselbe wünscht sich Hettich nun auch vom Gemeinderat und der Stadtverwaltung. Denn an dem Betrag, den sie sich von der Stadt erhoffen, hat sich trotz Überarbeitung des Konzepts nichts geändert. Nur dass jetzt ein konkreter und verbesserter Plan dahinterstehe. "Wir wissen, dass wir bezüglich der Finanzen noch eine große Hürde zu nehmen haben", räumt sie ein. Jedoch hoffen Hettich und ihr Team darauf, dass ihr Projekt im Haushalt 2021 positiv berücksichtigt werde. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unseren Teil der Finanzierung unseres Projektes zu erfüllen." Der Ortschaftsrat Stammheim, und darüber freut sich Hettich besonders, stehe hinter dem Vorhaben.

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