Weihnachts-Shopping kann stressig sein. Foto: Bäuml Foto: Schwarzwälder Bote

Ab September beginnt es wieder. Lebkuchen und Spekulatius schmücken die prall

Ab September beginnt es wieder. Lebkuchen und Spekulatius schmücken die prall gefüllten Regale der Supermärkte und ab Oktober singt Mariah Carey "All I want for Christmas" aus allen Boxen. Natürlich darf die löchernde Frage: "Was schenke ich XY bloß zu Weihnachten?", die drei Monate davor beginnt, nicht fehlen. Ab November starten Black Friday und Cyber Week, die die Leute völlig in den Wahnsinn treiben. Wochenlang schlagen sich die Leute wortwörtlich um die Schnäppchen, was natürlich niemanden wundert. Das Weihnachtsgeld ist auf dem Konto und lässt die Augen des Kontoinhabers glänzen. Schnell mal Fernsehen, MacBook für die Tochter und Handy für die Frau gekauft, aber stopp, wird doch ein bisschen knapp mit dem Geld. Also alles erst in ein paar Monaten zurückzahlen, um Hauptsache die Familie glücklich machen. Ab Dezember dann noch schnell einen Adventskranz zusammengesteckt und die Lichterketten ums ganze Haus hängen. Die Greta wird es vielleicht nicht merken. Das erste Kerzlein brennt, und statt zur besinnlichen Phase zu kommen schnell noch Weihnachtsessen, Weihnachtsbaum, Weihnachtsketten herstellen und zack ist Heiligabend da, der wahrscheinlich stressigste Tag des Jahres. Stunden in der Küche verbracht, damit der Hund die Tischdecke vom Tisch reißt und all die Köstlichkeiten auf dem Boden schwimmen. Die Kinder wollen die Geschenke auspacken und reißen sich um diese, damit zum Schluss der Weihnachtsbaum umfällt. Danach kurz fünf Minuten zusammensitzen und dann nach Hause gehen. Herzlich willkommen, das ist Weihnachten rund um die Welt. Und das soll die besinnlichste Zeit des Jahres sein?!   Die Autorin ist Schülerin der Klasse 11c des Enztalgymnasiums in Bad Wildbad