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Calw Damit’s brummelt im eigenen Garten

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Biologin Julia Mack rät, im eigenen Garten auf chemische Hilfsmittel zu verzichten und einige Gemüsepflanzen und Kräuter in die Blüte gehen zu lassen. Drei Viertel aller Wildbienen nisten übrigens im Boden. Foto: Denker Foto: Schwarzwälder Bote

Einen insektenfreundlichen Garten zu gestalten, muss nicht schwer sein. Manchmal reicht es schon, nicht alles totzumähen. Was sonst noch hilft, Wildbienen und anderem nützlichen Getier Lebensraum zu bieten, zeigt eine Broschüre des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord.

Nordschwarzwald. Naturfreude können viel tun, um ein Insektenparadies zu schaffen. Die Möglichkeiten reichen von der Auswahl geeigneter Samen und Pflanzen über natürliche Nisthilfen bis hin zu Tipps für einen naturnahen Nutzgarten, heißt es in einer Pressemitteilung. "Ein Garten sollte ein fairer Kompromiss aus Erholungsmöglichkeit für uns Menschen und Lebensraum für wilde Besucher sein", findet Biologin Julia Mack, die das Projekt "Blühende Naturparke" federführend betreut.

Auf kurz geschnittenen Rasen sowie Gemüse- und Kräuterpflanzen müsse dabei niemand verzichten. Wichtig sei es jedoch, ausreichend wilde Bereiche mit heimischen Arten im Garten zu belassen. Diese seien Nektar- und Pollenquellen. Viele Insekten seien auf diese heimischen Blühpflanzen angewiesen. Viel Potenzial böten auch Gemüse- und Kräuterbeete, wenn Insekten genug Raum gelassen werde. Mack rät, auf chemische Hilfsmittel zu verzichten und regelmäßig einige Gemüsepflanzen und Kräuter in die Blüte gehen zu lassen.

Auch bei der Abgrenzung des Gartens gebe es ökologisch wertvolle Lösungen. So enthalte die Broschüre "Insektenfreundliche Lebensräume gestalten" Denkanstöße zu Trockenmauern aus Natursteinen, Totholzhecken und "lebendigen Weidenzäunen". Insbesondere beim Thema Nisthilfen für Insekten gibt es noch Aufklärungsbedarf, so Mack. "Nur etwa ein Viertel aller Wildbienen nistet in Nisthilfen, drei Viertel nisten im Boden." Hier gelte es, geeignete Nistplätze zu schaffen oder zu belassen – etwa Sandhaufen und kahle Hänge. Wer die Tipps beachte, leiste einen großen Beitrag für den Erhalt der heimischen Insekten.

Für Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad und Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, seien die sieben Naturparke im Land die idealen Ansprechpartner beim Thema naturnahes Gärtnern: "Naturschutz, Nutzung und Erholung schließen sich nicht aus, sondern passen im Gegenteil sehr gut zusammen.

Hier leisten die Naturparke wichtige Aufklärungsarbeit, damit ein Miteinander von Mensch und Tier gelingt." Egal ob große oder kleine Fläche: jede neue Wildblumenwiese stelle einen Trittstein mit wertvollem Lebensraum dar. Selbst Balkone könnten insektenfreundlich gestaltet werden.    Erhältlich ist das Faltblatt in den Geschäftsstellen der sieben Naturparke und zum Herunterladen unter www.bluehende-naturparke.de/downloads.

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