Der Transport über die Schiene auch unter den Bedingungen eines gleichzeitigen Baus oder Betriebs der geplanten Reaktivierung der Verbindung Weil der Stadt Calw ist machbar. Foto: Hölle Foto: Schwarzwälder-Bote

Wegen Deponiesanierung Petition beim Landtag eingereicht

Calw/Althengstett. Das war zu erwarten: Die Bürgerinitiative Tälesbach wendet sich gegen den von der Stadt Calw und der DB AG vorgesehenen Sanierungsplan für die ehemaligen Deponien am Tälesbach zwischen Hirsau und Althengstett. Sie hat beim Landtag jetzt eine Petition eingereicht.

 

Die Unterzeichner fordern: 1. Die Umweltbehörde muss die Sanierungspflichtigen, die Stadt Calw und die DB AG, zu einer echten Sanierung mit einem Recycling der Wertstoffe und der Entsorgung der Reststoffe aus dem Deponiekörper verpflichten oder zu einer Sanierung, die diese Möglichkeit zumindest offen hält und nicht verbaut.

2. Sollte eine echte Sanierung zurzeit nicht möglich sein, muss die Umweltbehörde für die Stabilisierung der Böschungen die Variante der teilweisen Umlagerung der mächtigen Erdabdeckschichten der Deponie zur Errichtung eines Stützkörpers anordnen, weil diese Variante ohne einen Bürger und Umwelt gleichermaßen belastenden, jahrelangen Transport von Auffüllmaterial auskommt.

Infolge steigender Rohstoffpreise ist es nach der Überzeugung der Initiative durchaus denkbar, dass eine echte Sanierung von alten Deponien im Sinne einer Wiederverwertung der enthaltenen Wertstoffe schon bald wirtschaftlich darstellbar sein wird.

Eine realistische Alternative zur Anlieferung von Erdaushub für den Bau eines Erdstützkörpers sei die teilweise Umlagerung von Erdmassen aus den Deckschichten der Deponiekörper. Diesem Verfahren sei wegen der Vermeidung des Umwelt und Bürger gleichermaßen belastenden Transports auf der Straße der Vorzug zu geben ist.

Sei der Transport unvermeidlich, so liege es auf der Hand, dass die Anlieferung von großen Gütermengen an einen Zielort mit Schienenanbindung auch auf der Schiene erfolgen muss, um Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden.

Das Transportgutachten, das die Stadt Calw und die Bahn in Auftrag gegeben haben, komme zu dem Schluss, ein Schienentransport sei zwar teurer, technisch aber durchaus machbar, und das auch unter den Bedingungen eines gleichzeitigen Baus oder Betriebs der geplanten Reaktivierung der Schienenverbindung Weil der Stadt Calw.