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Calw Bürger haben nach zwölf Jahren ihr Rathaus zurück

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Zwei junge Damen halten das Band, das von Frank Hihn (von links), Sylvia M. Felder, Jörg Weinbrenner, der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken (SPD), Ralf Eggert und dem Landtagsabgeordneten Klaus Dürr (AfD) durchgeschnitten wird. Foto: Klormann

Calw - Die Calwer Bürger haben ihr Rathaus zurück. Das ist streng genommen zwar schon seit März der Fall, mit der Einweihungsfeier sowie der symbolischen Schlüsselübergabe an Oberbürgermeister Ralf Eggert ist es nun aber offiziell.

Eine lange, teure und vor allem aufwändige Zeit der Sanierung liegt hinter der Stadt Calw, der Verwaltung, den Architekten, Planern und den rund 50 beteiligten Firmen. Als das Rathaus 2007 von einem Tag auf den anderen evakuiert werden musste, ging man noch davon aus, dass man in etwa zweieinhalb Jahren wieder einziehen könnte. Beinahe zwölf Jahre später war es dann wirklich so weit, dass die Mitarbeiter der Stadt wieder zurück in ihr Rathaus konnten.

Seitdem sei die Zahl der E-Mails, die OB Eggert täglich erreichen, drastisch zurückgegangen, erläuterte er bei der offiziellen Übergabe am Sonntag. Vieles lasse sich nun auf dem kurzen Dienstweg erledigen – sitzen die Mitarbeiter doch oftmals nur ein paar Türen weiter.

"Einschließlich mir selbst hat es bis Anfang des Jahres noch niemand so wirklich geglaubt, dass wir wirklich am 15. März umziehen können", erinnerte sich der OB. Bis heute seien einige kleinere Restarbeiten zu erledigen. "Wir sind mit den Handwerkern mittlerweile ein gutes Team geworden", schmunzelte Eggert. Die Erleichterung darüber, dass dieses Mammut-Projekt nun auch offiziell der Vergangenheit angehört, war ihm deutlich anzumerken. Ebenso den Architekten Frank Hihn und Jörg Weinbrenner. "Alle haben die Dimensionen des Projekts unterschätzt", gab Weinbrenner zu. Und es habe alle an ihre Grenzen gebracht. "Aber wir haben das Herz der Stadt wiederbelebt." Die nächsten 500 Jahre, fügte Hihn augenzwinkernd hinzu, werde das Gebäude problemlos halten.

Freundliches Ambiente geschaffen

Möglich sei die Sanierung des Rathauses und der dazugehörigen anderen Gebäuden laut Eggert überhaupt nur gewesen, weil Land und Bund das Projekt mit rund elf Millionen Euro gefördert haben. "Es ist wichtig, funktionierende Städte und Kommunen zu haben", betonte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder in ihrer Ansprache. Dazu gehöre ein funktionierendes Rathaus – was viel mehr sei, als nur ein Gebäude. "Sitzungsort des Gemeinderats, Inbegriff gemeindlicher Politik und kommunaler Selbstverwaltung, Anlaufstelle für Bürger", zählte Eggert auf.

Letztere tummelten sich zuhauf im und um ihren Verwaltungssitz. Die Bürger erkundeten das neue, alte Rathaus selbst oder nahmen an den Führungen durch das Gebäude teil, die überaus gut angenommen wurden. Sogar der Ex-OB Manfred Dunst war zu Besuch, um seinen ehemaligen Amtssitz in Augenschein zu nehmen.

Im großen Sitzungssaal wurden Bilder von der Sanierung, aber auch alte Fotos des Rathauses gezeigt, während die Besucher den Geruch nach frischem Holz einatmeten. Man habe ein freundliches und angenehmes Ambiente geschaffen, meinte Eggert. Schlicht und dennoch geschmackvoll. "Es ist ein Gebäudeensemble geworden, auf das man stolz sein kann. So wie auf die wunderschöne Stadt Calw." In seinen Worten schien schon beinahe ein Abschied mitzuschwinge. Eggert tritt bei der Wahl zum OB nicht mehr an.

Umrahmt wurde die Feierlichkeit zur Eröffnung des Rathauses durch den Naturparkmarkt, wo unter anderem regionale Lebensmittel zu haben waren. Die Beschicker konnten sich über zahlreiche Kunden freuen. Zumindest am Sonntag – samstags habe es eher verhalten ausgesehen, meinte Mitorganisator Jürgen Rust. Am zweiten Tag des Naturparkmarkts aber war er vollends zufrieden. "So viele Besucher würde ich mir jede Woche beim Wochenmarkt wünschen."

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