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Calw Bis in das Innerste der Seele

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Jayantha Gomes kennt sich mit exotischen Instrumenten gut aus. Foto: privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Calw/Bad Liebenzell/Hamburg. In den vergangenen Jahre nahm sich Jayantha Gomes immer wieder Zeit, sein bildnerisches Schaffen mit Musik zu verbinden. Bereits mit elf Jahren bekam der heute in Calw lebende Künstler von seinem Vater eine kleine Trommel geschenkt. Damals war das Haus, in dem er mit Eltern, Großmutter, einem kleinen Hund, zwei Katzen und drei Geschwistern auf Sri Lanka wohnte, nicht groß; es gab kein Kinderzimmer, auch keine Elektrizität. In der Nacht schliefen Jayantha und sein älterer Bruder auf Matten im Wohnzimmer.

Jayantha war ein sehr lebendiger, unternehmungslustiger Junge. So kam er auch auf die Idee, mit den unterschiedlichsten Küchenutensilien Klänge zu erzeugen, klopfte auf Kochtöpfe, Schüsseln und Eimer – letztlich auf alles , was nicht niet- und nagelfest war. Wenn einmal etwas kaputtging, war seine Mutter darüber nicht glücklich. Vielleicht veranlasste das den Vater, dem Sohn eine kleine Trommel zu schenken. Der kleine Junge trommelte mit Begeisterung. Jayantha sang dazu Melodien und stellte sich dabei vor, dass seine Stimme eine Gitarre wäre. Ein solches Instrument hätte sich die Familie damals nicht leisten können.

"Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele", heißt es bei dem griechischen Philosophen Platon. Jayantha Gomes ergänzt: "Musik, Rhythmus und Malen finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele."

Zurzeit bereitet Gomes Projekte in Bad Liebenzell und Hamburg vor. Seine neuen Kunstwerke, den traditionellen Kalender und Experimente mit Musik wird er an beiden Orten vorstellen. "Impressionen – Kunst und Musik" ist das Thema in Bad Liebenzell. Die neuen Musikexperimente sind am Freitag, 16. Oktober, ab 19 Uhr im Bürgerzentrum zu hören.

Gomes führt exotische In­strumente vor. Dazu zählt die tibetische Schamanentrommel Jhangri, das kubanische Instrument Yambu und die sri-lankische Trommel Daula. Begleitet wird er von Dagmar Jonas auf der Sitar, von Maurizio mit seinem Saxofon und von seiner Band Jayantha & the Clan.

Seit 1978 zeigte Gomes seine Werke in Kunstausstellungen und hielt Workshops in vielen Ländern der Welt. Für seine künstlerischen und sozialen Projekte gewann er internationale Preise. 1986 begann er sein Leben und künstlerisches Schaffen in Calw. Heute ist er nicht nur ein Künstler und Autor, sondern auch leidenschaftlicher Perkussionist. Wenn man ihn nach dem Erfolgsrezept für seine Musik fragt, lacht er nur und antwortet mit einer Bemerkung, die Elvis Presley einmal machte: "Ich verstehe nichts von Musik. In meinem Fach ist das nicht nötig."

Die Eröffnung der Ausstellung in Bad Liebenzell ist am Freitag, 16. Oktober um 19 Uhr und dauert bis 20. November. Die Ausstellung im Museum für Völkerkunde Hamburg ist vom 11. bis 15. November zu sehen.

 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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