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Calw Bindeglied zwischen Bürgern und Rat

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Der zweite Vorsitzende Bernd Pletschen (von links), Kassierer Enver Celik, Schriftführerin Sonja Stegmeyer, Vorsitzender Robert Rehm und Jürgen Ott, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion Gemeinsam für Calw, freuen sich über die Gründung des Vereins Gemeinsam für Calw. Foto: Klormann Foto: Schwarzwälder Bote

In Kürze wird es einen neuen Verein in der Stadt geben. Dessen Namen dürfte vielen bekannt vorkommen: Gemeinsam für Calw. Und die Idee dazu stammt auch tatsächlich aus den Reihen der Kommunalwahl-Liste der größten Calwer Gemeinderatsfraktion.

Calw. "Der Verein arbeitet zum Wohle der Stadt Calw. Sein Ziel ist eine engere Verzahnung zwischen Gemeinderat und Bevölkerung. Er möchte politisches Engagement fördern, und es gesellschaftlich und sozial interessierten Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, sich mit den gewählten Vertretern in den Gremien der Stadt austauschen." So heißt es in Paragraf zwei der Satzung des neuen Vereins Gemeinsam für Calw. Die Eintragung ins Vereinsregister steht unmittelbar bevor.

Kein verlängerter Arm

Entstanden sei die Idee bereits während des Kommunalwahlkampfs, berichtet der frisch gebackene Vorsitzende Robert Rehm. Zu dieser Zeit sei die Überzeugung aufgekommen, dass diese "gute Truppe" auch über die Wahl hinaus regelmäßig zusammenkommen und Anregungen zum Wohl der Stadt sammeln solle. Denn jeder habe sich bestimmte Ziele vorgenommen, die nicht im Sand verlaufen sollten, nur weil viele nicht in die Gremien gewählt wurden.

Der Verein, das betont Jürgen Ott, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion Gemeinsam für Calw (GfC), sei dabei aber "kein verlängerter Arm der Fraktion". Und so darf laut Satzung beispielsweise auch kein Gemeinderatsmitglied im Vorstand vertreten sein. Darüber hinaus sei "jeder, der etwas für Calw erreichen möchte, willkommen", erklärt Schriftführerin Sonja Stegmeyer – völlig unabhängig der Partei- oder Listenzugehörigkeit. Und auch Nicht-Calwer, die sich einbringen möchten, können Mitglied werden.

Insofern, sagt der zweite Vorsitzende Bernd Pletschen, stehe der Verein auch keineswegs in Konkurrenz zu den gewählten Räten, sondern solle unter anderem ein Bindeglied und Vermittler zwischen den städtischen Gremien und der Bevölkerung darstellen. "Wir sind nicht abgehoben", meint Ott im Hinblick auf sich und die anderen Gemeinderäte. Dennoch würden sich viele Bürger bei Anliegen nicht unbedingt bei den Gremiumsmitgliedern melden. Ein Verein als Ansprechpartner könne da eine niedrigere Hemmschwelle darstellen.

Man wolle offen für Anregungen und Impulse sein, losgelöst vom Wahlprogramm der GfC. Gerade vor dem Hintergrund niedriger Wahlbeteiligungen gelte es, nicht zuletzt bei jungen Menschen, Interesse an Kommunalpolitik zu wecken und alle Schichten und Altersklassen der Bevölkerung einzubinden. "Wenn es uns gelingt, Ideengeber zu sein, haben wir, glaube ich, vieles richtig gemacht", unterstreicht Pletschen; Rehm spricht von einer Art "Kreativwerkstatt". Um die Entwicklung der Stadt voranzutreiben, sollen Anliegen und Anregungen gesammelt, priorisiert und an Verwaltung sowie Gemeinderat weitergegeben werden. Denn: "Das ist unsere Heimat hier", hebt Kassierer Enver Celik hervor. Für diese müsse gemeinsam gearbeitet werden.

Visionen gibt es bereits

Einige Visionen gibt es bereits, verrät Stegmeyer. Beispielsweise ein plastikfreies Calw in den kommenden Jahren. Oder bei der Verwaltung einen Ansprechpartner speziell für die Belange von Vereinen zu schaffen, der für diese Informationen zusammenträgt oder bei der Planung von Veranstaltungen hilft. Oder eine attraktivere Gestaltung der Ortseingänge.

Momentan steht der Verein bei 22 Gründungsmitgliedern, die aus beinahe allen Stadtteilen stammen; der Vorstand bildet schon allein vom Alter her – mit Menschen von 30 bis 64 Jahren – einen großen Teil der Gesellschaft ab. Der Mitgliedsbeitrag wird bei 20 Euro pro Jahr liegen. Da vor allem auch jüngere Bürger mitgenommen werden sollen, beträgt der Beitrag für Schüler oder Stundenten nur zehn Euro.

In Zukunft soll es nun regelmäßige Treffen der Mitglieder geben. Auch eine Homepage sei bereits geplant, sagt Rehm.

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