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Calw Bald Schluss mit Abzocke am Telefon

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Abzock-Anrufe aus dem Ausland sollen künftig der Vergangenheit angehören. (Symbolfoto) Foto: Daniel Ernst – stock.adobe.com

Calw - Gute Nachrichten: Wer ab Mitte Januar noch Anrufe von dubiosen Nummern erhält, muss sich nicht mehr vor Abzocke fürchten. Dafür sorgt die Bundesnetzagentur. Auch im Raum Calw hatte es Probleme mit Anrufen aus Burundi, Tansania und Co. gegeben.

Bereits im September hatten zahlreiche Internet-Nutzer auf der Facebook-Seite Blaulicht News CW davor gewarnt, Telefonate anzunehmen, wenn die Vorwahl-Nummern unter anderem auf verschiedene afrikanische Länder hindeuten. "Ich werde aus Burundi angerufen", schrieb beispielsweise Julia H. dazu. Ginno F. berichtete: "Haben auch ständig solche Anrufe, aus Tunesien und Ägypten die Liste der geblockten Nummern wird von Tag zu Tag immer länger." Und Dimitri T. warnte: "Das wird teuer. Wenn du abhebst, könnten Kosten entstehen."

Drei Euro pro Minute

Wenig später stellte sich dann heraus: Es handelt sich vermutlich um sogenannte Ping-Calls, erklärte die Polizei – und damit um Anrufe, die tatsächlich richtig Geld kosten können. Telefonate solcher Art werden von Computern getätigt. Das Handy klingelt aber in der Regel zu kurz, um den Anruf annehmen zu können. Rufe man zurück, könne es teuer werden: Mindestens drei Euro pro Minute könnten dann fällig werden, warnte die Polizei.

In dieser Woche ist nun die Bundesnetzagentur eingeschritten – und hat angeordnet, "dass in Mobilfunknetzen eine kostenlose Preisansage für bestimmte internationale Vorwahlen geschaltet werden muss", hieß es in einer Pressemitteilung. Mobilfunknetzbetreiber und Mobilfunkanbieter müssen diese Anordnung bis spätestens 15. Januar für 22 Länder umsetzen.

"Mit der von uns angeordneten Preisansagepflicht machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell der Täter wirtschaftlich unattraktiv und schaffen Transparenz für den Verbraucher", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Preisansage für auffällige Länder weise den Anrufer vor Beginn des kostspieligen Telefonats darauf hin, dass er eine teure ausländische Rufnummer angewählt hat. So könne der Rückruf rechtzeitig abgebrochen werden, bevor Kosten entstehen.

Die Anrufe seien im Übrigen nicht zuletzt deshalb ein Problem gewesen, weil die Nummern leicht zu verwechseln seien. Koblenz beispielsweise hat die Vorwahl 0261 – Madagaskar die 00261. Ähnlich verhält es sich mit Rostock (0381) und Dortmund (0231), deren Vorwahlen denen von Serbien (00381) und Liberia (00231) ähneln.

Laut Bundesnetzagentur seien allein im Oktober dieses Jahres rund 30 000 Beschwerden bei der Behörde eingegangen. Im November kamen dann noch mehr als 20 000 neue hinzu. Zum Vergleich: Seit Beginn des Jahres – bis einschließlich September – habe es dagegen "nur" insgesamt 15 000 Beschwerden gegeben.

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