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Calw Bachs Werke zum Abschluss

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Konstantin Reymaier war unter anderem als Musikdirektor an der Universität von Oxford tätig. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Calw-Hirsau. Der diesjährige Abschluss der Stunden der Orgelmusik findet am Sonntag, 2. September, in Sankt Aurelius statt. Das nicht ganz ernst gemeinte Bach-Jubiläumsjahr zum 333. Geburtstag wird gekrönt von einem Konzert, das die Werke des Meisters mit denen eines frühen "Fans" kombiniert. Gottlieb Muffat wurde 1690 geboren und ist damit nur wenig jünger als Bach. Er stammte aus einer Musikerfamilie in Passau und ging schon früh nach Wien, wo er bis zum Hoforganisten aufstieg und einer der Ersten war, der in Österreichs Musikmetropole nachweislich Werke von Bach im Notenschrank hatte. Von ihm erklingt eine Ciacona in G-Dur.

Es wird interessant sein, zu hören, ob Bachs Noten nur im Schrank standen oder sich auch klanglich in Muffats Werk wiederfinden, steht in einer Ankündigung. Doch auch Bachs Einflüsse werden thematisiert. Zur Eröffnung erklingt eine virtuose Orgelbearbeitung des jungen Bach nach einem Violinkonzert des damals in ganz Europa gefeierten Antonio Vivaldi. Ergänzt wird das Programm durch eine Suite von Georg Friedrich Händel. Hier eröffne sich noch einmal eine andere Sphäre barocker Orgelmusik, heißt es dort weiter. Als Schlusspunkt des Konzertes steht Bachs große Passacaglia und Fuge in c-Moll.

Obwohl wahrscheinlich recht früh unter norddeutschem Einfluss von Dieterich Buxtehude entstanden, gehört diese Komposition Bachs zu seinen bekanntesten Orgelwerken und wird in ihrer kompositorischen Raffinesse ebenso geschätzt wie in ihrem monumentalen Aufbau.

Geistliche Laufbahn

Mit Konstantin Reymaier sitzt bei dem Konzert ein Spezialist und ein sehr interessanter Künstler an der Rohlf-Orgel, kündigt der Veranstalter an. Reymaier studierte in Wien und war später Musikdirektor an der Universität von Oxford sowie Orgelprofessor in Graz, bevor er sich zu einer geistlichen Laufbahn entschied und in das Wiener Priesterseminar eintrat.

2009 wurde er zum Priester geweiht und ist neben seiner Tätigkeit als Leiter des Kirchenmusikreferats der Wiener Erzdiözese auch als Organist am Stephansdom tätig. Dort ist er auch mit der Konzeption und der Baubegleitung der neuen großen Domorgel betraut. Rundfunk- und CD-Aufnahmen komplettieren seine künstlerische Tätigkeit.

Wie bei den Stunden der Orgelmusik üblich, ist der Eintritt frei. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.

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