Bei den Vorbereitungen zum Jubiläum steht derzeit die Zahl 50 im Mittelpunkt. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder-Bote

Lebenshilfe: Am Samstag wird gefeiert / Auf den erworbenen Lorbeeren will man sich nicht ausruhen

Calw. Am kommenden Samstag feiert die Lebenshilfe Calw ihr 50-jähriges Bestehen. Die soziale Einrichtung kann auf einen beschwerlichen, aber doch auch äußerst erfolgreichen Weg zurückblicken. Aus einer kleinen Selbsthilfegruppe hat sich im Laufe der Zeit eine erfolgreiche soziale Einrichtung entwickelt, die sich für behinderte Menschen und ihre Angehörigen einsetzt.

Vor 50 Jahren

"Damals, vor 50 Jahren, war es eine Frage, ob überhaupt genügend Bedarf für die Gründung einer solcher Einrichtung bestand", erinnert sich Mitbegründer Reinhold Schäffer. Dann sei man jedoch überrascht gewesen, wie viele behinderte Menschen plötzlich zum Vorschein gekommen sind, die "entweder versteckt oder gar nicht aufgefallen waren", so Schäffer.

Im Rahmen eines Festakts will die Lebenshilfe den Geburtstag am Samstag feiern. Dazu wurde eigens die Calwer Aula gemietet, rund 1000 Einladungen wurden verschickt. Auch die örtliche politische Prominenz hat ihr Kommen zugesagt. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr. Saalöffnung ist um 18 Uhr.

"Nicht nur die geladenen, sondern alle Gäste sind uns willkommen", sagt Lebenshilfe-Hausleiterin Christina Stein. Mit Hilfe der e Klienten und ihrer Betreuer werden noch kurz vor der Feier 4000 leckere Häppchen vorbereitet. Dabei wird für Vegetarier oder Veganer auch fleischlose Kost geboten.

Zu den umfangreichen Vorbereitungen für den Festakt gehört zudem die Herstellung einer großen, selbst gebastelten Zeitmaschine und das szenische Proben wichtiger lokaler Ereignisse aus der 50j-ährigen Geschichte der Lebenshilfe. Auch erfrischende Musikdarbietungen wird es geben.

"Jeden Tag arbeiten wir daran, den Inklusionsgedanken mit möglichst vielen Menschen spürbar zu leben. Dabei zeigen wir auf, dass es ganz einfach sein kann, Spaß zu haben und aufeinander zuzugehen", unterstreicht Stein. Verantwortungsvoll, kompetent, engagiert und mit viel Herzblut werde mit den betroffenen Menschen mit Handicap sowie ihren Familien gearbeitet.

Stein verweist darauf, was in dem halben Jahrhundert seit der Gründung alles erreicht werden konnte. Doch sie sieht auch noch weitere Entwicklungspotenziale. Was als Betreuungsangebot begann, müsse in einer Zeit, in der Teilhabe, Empowerment und Inklusion zu wichtigen Schlagworten der Behindertenhilfe geworden seien, neben der Betreuung und Beratung auch noch weiteren äußerst wichtigen Aufgaben gerecht werden", lautet Steins Credo.

Bessere Betreuung

Dies sind, wie sie betonte, vor allem eine noch bessere Betreuung der Familien, die vermehrte Förderung der Menschen mit Behinderung und deren individuelle Bedürfnisse. Stein lässt keinen Zweifel daran, dass man sich auf den erworbenen Lorbeeren auf keinen Fall ausruhen werde. "Wir arbeiten stetig weiter mit dem Ziel, die offenen Hilfen für alle attraktiv zu halten und weiter voran zu bringen", kündigt sie an.

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