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Calw "Auf den fahrenden Zug aufspringen"

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Calws Landrat Helmut Riegger (von links), Nabu-Landeschef Johannes Enssle und Verkehrsminister Winfried Hermann trafen sich zur Unterschrift unter die Einigung zur Hesse-Bahn am Montag in Calw-Hirsau. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Calw/Kreis Böblingen. Im Kreis Böblingen wird die Einigung zwischen dem Zweckverband Hesse-Bahn und dem Naturschutzbund Nabu zum Fledermausschutz und die damit einhergehende Rücknahme der Nabu-Klage gegen das Projekt Hesse-Bahn prinzipiell begrüßt. Doch welche Konsequenzen diese Einigung nun für die Zukunft haben soll, darüber sind sich der Böblinger Landrat Roland Bernhard und die "Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn" nicht einig.

"Damit ist die wichtigste juristische Hürde für das Projekt aus dem Weg geräumt", betont Bürgeraktionssprecher Hans-Joachim Knupfer. Er habe es sowieso nicht verstanden, warum ein Naturschutzbund sich gegen diesen Beitrag gegen die Klimakatastrophe in unserer Region so vehement zur Wehr gesetzt habe.

Die Bürgeraktion, die sich seit Jahren im Landkreis Böblingen für die Wiederinbetriebnahme einsetzt, fordert jetzt den Landkreis Böblingen auf, "endlich auf den fahrenden Zug aufzuspringen". "Es wird Zeit, dass der Landkreis Böblingen seine zögerliche bis ablehnende Haltung gegen die Bahn von Calw nach Renningen aufgibt, und dem Zweckverband Hesse-Bahn beitritt", so Knupfer. Nur so könne der Landkreis aus dem Abseits in eine mitgestaltende Position kommen. Nach einer Untersuchung liegen 40 Prozent des Nutzens der Bahn beim Landkreis Böblingen. "Die Menschen im Nordkreis wollen mit der Bahn in den Schwarzwald fahren und etwas gegen die Blechkarawane aus dem Schwarzwald tun, die sich jeden Tag aus dem Schwarzwald in den Raum Böblingen-Sindelfingen und Stuttgart ergießt", so Knupfer.

Anders sieht die Reaktion aus dem Böblinger Landratsamt aus. "Wir sollten jetzt zügig die Gespräche darüber führen, ob die Hesse-Bahn zunächst nur bis Weil der Stadt geführt wird", schlägt der Böblinger Landrat Roland Bernhard in einer Pressemitteilung aus seinem Hause vor. "Förderrechtlich ist dies möglich, es hängt allein vom politischen Willen aller Beteiligten ab, diese Zwischenlösung zu erreichen. Damit wäre nicht nur eine Befriedung der Lage in Weil der Stadt und Renningen möglich, wir würden gleichzeitig den Weg für eine Verstärker-S-Bahn bis Weil der Stadt ebnen, die Verlängerung der S-Bahn bis Calw in den Vordergrund rücken und Steuergeld für den Ausbau des Bahnhofs Renningen sparen", zählt Bernhard seine Gründe für die Umsetzung dieser Variante des Stufenkonzeptes für eine Schienenverbindung nach Calw auf.

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