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Calw An B  296 wird zehn Monate lang gebaut

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Ab der Schützenstraße bis zur Bauknecht-Kreuzung erfolgen im kommenden Jahr Kanalarbeiten. Foto: Menzler

Calw - Die Stuttgarter Straße in Calw soll im kommenden Jahr wegen Kanalarbeiten aufgerissen werden – das ist seit einiger Zeit klar. Wie viel die Maßnahme bringt, sowie was das für den Verkehr während der Arbeiten bedeuten dürfte, wurde nun in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Stadtentwässerung Calw bekannt.

Autofahrer und Anwohner kennen das Problem: Immer wieder kommt es im Bereich der Bauknecht-Kreuzung in Calw bei extrem starken Regenfällen zu Überflutungen. Die derzeit dort verlegten Kanäle und die Verdolung des Ziegelbachs sind zu klein, um solche Wassermengen aufnehmen zu können. Das soll sich nun ändern.

Geplant ist, zwischen Bauknecht-Kreuzung und Schützenstraße einen neuen Kanal parallel zur Ziegelbachverdolung in der Stuttgarter Straße (B 296) zu verlegen und im Bereich unterhalb der Schützenstraße wieder an den Bach anzuschließen.

Überschwemmung

Die Gefahr einer Überschwemmung wird auch dadurch allerdings nur minimiert und nicht vollständig ausgeschlossen, erläuterte Thomas Zeltwanger, Geschäftsführer der ISTW Planungsgesellschaft, in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Stadtentwässerung Calw.

Derzeit werde die Straße bei starkem Regen durchschnittlich zwei Mal pro Jahr überflutet; künftig komme dies statistisch gesehen dann nur noch etwa alle drei Jahre vor – also wenn es zu besonders extremem Niederschlag komme.

Adrian Hettwer (Gemeinsam für Calw) zeigte sich dabei irritiert und fragte, ob es denn nicht möglich sei – wenn man die Straße schon aufreißen müsse – das Kanalnetz gleich so auszubauen, dass es gar keine Überschwemmungen mehr gebe.

Dieter Kömpf (Freie Wähler), der die Sitzung stellvertretend für noch-OB Ralf Eggert leitete, erwiderte, dass dies im Zuge der aktuellen Maßnahme nicht erfolgen könne. Der Grund: Ab dem Bauer-Areal, westlich der Schützenstraße, verlaufe der Kanal unterhalb von Gebäuden eines Privatgeländes weiter. Ein Ausbau sei dort daher nicht machbar, weil man an den betroffenen Kanal nicht herankomme.

Sollte es nach dem Ausbau zu Überschwemmungen kommen, wäre die Bauknecht-Kreuzung zwar nicht mehr betroffen. Ab der Schützenstraße könne dies aber zunächst weiter geschehen – wenn auch deutlich seltener als momentan.

Belagsanierung

Sind die Kanalarbeiten, mit denen voraussichtlich im April 2020 begonnen wird, abgeschlossen, folgt übrigens sofort die nächste Baustelle. Und zwar die noch nicht erfolgte Belagsanierung zwischen Schützenstraße und der neuen Bahnbrücke bei Heumaden. Diese Maßnahme, für die das Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig ist, wurde wegen der Kanalarbeiten verschoben, da sonst der neue Belag wieder hätte aufgerissen werden müssen. Im Zuge der Sanierung sollen auch die dortigen Bushaltestellen barrierefrei werden.

Hans Necker (Neue Liste Calw) störte sich in diesem Zusammenhang daran, dass die Kanalarbeiten nicht bereits im Zuge vergangener Arbeiten an der Stuttgarter Straße erledigt wurden. Dadurch müsse die Straße immer und immer wieder aufgerissen werden. Kömpf hielt dem entgegen, dass ein Antrag auf Fördermittel zu dieser Zeit noch nicht bewilligt worden sei. So trägt das Land Baden-Württemberg nun immerhin stattliche 885.400 Euro der insgesamt rund 1.525.000 Euro teuren Kanalarbeiten.

Umleitung

Läuft alles nach Plan, sollen sich die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer indes in Grenzen halten. So erläuterte Zeltwanger, dass während des ersten Monats der Maßnahme, bis die Schützenstraße gequert sei, die Stuttgarter Straße voraussichtlich komplett frei bleibe. Während der darauf folgenden fünf Monate, in denen die Kanalarbeiten abgeschlossen werden sollen, gebe es eine einseitige Sperrung. Der Verkehr stadteinwärts könne fließen; stadtauswärts werde eine Umleitung über Schützenstraße und Stammheimer Feld zu den Kimmichwiesen eingerichtet. Rund vier Monate dauern dann noch die Belagarbeiten, in denen je eine Spur – stadtein- und stadtauswärts – der Stuttgarter Straße frei bleibe. Lediglich beim Einbau des Deckbelags könne es an einem Wochenende zur Vollsperrung kommen.

Da die Bauzeit insgesamt zehn Monate beträgt (und so der Winter 2020/21 dazwischen kommt), werden die letzten Asphaltarbeiten witterungsbedingt voraussichtlich im Mai 2021 umgesetzt.

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