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Calw Als Vorbild hat sie selbst sich nicht gesehen

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Renate Bran Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Calw. Im Alter von 85 Jahren ist Renate Bran gestorben. In Calw war sie nicht nur als langjährige Leiterin der Volkshochschule bekannt.

Am 29. März 1928 in Dresden geboren, kam sie nach dem Krieg als Flüchtling aus dem Sudetenland zunächst nach Freudenstadt, dann nach Marbach und schließlich Stuttgart, bevor sie sich später nach Calw verheiratet hat.

Sie war eine absolute Autodidaktin. Ihre erste Aktion nach dem Krieg war es, mit 24 Jahren in Freudenstadt einen Stadtjugendring mit zu gründen. 1946 beschloss Renate Bran, ihr Glück in Stuttgart zu versuchen. Dann allerdings heiratete sie und bekam, sehr jung noch, Kinder. 1955 trat sie eine Stelle als Redaktionssekretärin bei „"Bürger im Staat", dem Vorläufer der Landeszentrale für politische Bildung, an. Jahrelang organisierte Renate Bran Tagungen und lernte bei der Gelegenheit auch ihren zweiten Mann kennen, mit dem sie dann zunächst in Marbach lebte.

Bei „"Bürger im Staat", wo Renate Bran nach ihrer Scheidung bis zu ihrer Wiederverheiratung fest angestellt gewesen war, organisierte sie nach ihrer zweiten Heirat auf Werkvertragsbasis viele Tagungen, auch zur politischen Bildung von Frauen. Als Expertin für Frauenbildung und als politisch – trotz ihrer CDU-Mitgliedschaft – eher neutrale Person, fiel ihr 1969 die Aufgabe zu, den baden-württembergischen Landesfrauenrat zu gründen.

Ihre eigenen Anliegen und Bedürfnisse konnte sie auch als Calwer Volkshochschulleiterin in ihre Arbeit und in ihr Ehrenamt integrieren. Weitere wichtige Projekte, die sie während ihrer aktiven Zeit realisierte, waren Kurse für Frauen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren wollten. Bis 1988 leitete sie die Calwer Volkshochschule, wo sie – zunächst noch zusammen mit ihrem Mann –Friedrich internationale Hermann-Hesse-Kolloquien organisierte.

Engagiert war sie auch im Ruhestand. Zum Beispiel hat sie ihre Aufgabe im Stadtseniorenrat gefunden. Renate Bran, vielfach geehrt für ihr Engagement, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, der Landesverdienstmedaille, der Hermann-Hesse-Medaille und mit einem Preis für einen ehrenamtlich organisierten Besuchsdienst im Alten- und Pflegeheim, hatte trotzdem Schwierigkeiten, sich als Vorbild zu sehen.

Der Abschiedsgottesdienst findet am Dienstag, 3. September, ab 13.30 Uhr in der Bergkirche auf dem Wimberg statt, anschließend die Beerdigung auf dem Calwer Friedhof. Nicht Kränze, sondern Unterstützung der Arbeit des jüdisch-christlich-muslimischen Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat al Salaam in Israel wünschte sich Renate Bran.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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