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Calw "Alles dabei, was Spaß macht"

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Kathi Wolf wird die Saison der Kleinen Bühne am Samstag, 19. September, eröffnen.Foto: Josef Sälzle Foto: Schwarzwälder Bote

Kulturschaffende jedweder Art haben es derzeit nicht leicht. Das hält Vereine wie die Kleine Bühne Calw jedoch nicht davon ab, für die Zukunft zu planen. Jüngst stellte die Vereinsspitze das Programm für die Saison 2020/21 vor.

Calw. "Wir wollen über die Künstler, müssen aber über Corona sprechen", leiten der Vorsitzende der Kleinen Bühne Calw, Florian Fuchs, und seine Stellvertreterin, Andrea Hofmann, die Vorstellung ihres neuen Programms ein. Klar, wie derzeit so ziemlich jeder Lebensbereich – und vor allen Dingen der kulturelle – stehen auch die Pläne der Kleinen Bühne unter dem Zeichen der Pandemie. Wobei, das stellen Fuchs und Hofmann klar, der Verein durch die Corona-Krise finanziell nicht über die Maßen gebeutelt sei. Die Künstler dafür umso mehr. Weshalb es den Funktionären der Kleinen Bühne wichtig ist, ihnen eine Möglichkeit zu bieten, aufzutreten.

Der Verein habe, blickt Fuchs zurück, eine Saison hinter sich, die nicht leicht war. Drei von acht Veranstaltungen mussten wegen des Virus ausfallen, zwei neue kamen jedoch durch Gastauftritte bei "Raus ins Kloster" hinzu. Thomas Schreckenberger sowie Werner Koczwara sowie Ernst Mantel traten im Kloster auf. "Sie waren so froh, dort auftreten zu dürfen", erzählt Hofmann. Schreckenberger habe, so sei es ihr zugetragen worden, kaum mehr von der Bühne gewollt.

Daher hoffen Fuchs und Hofmann jetzt, dass ihre Veranstaltungen auch dann gut angenommen werden, wenn die Freiluftsaison rum ist. Draußen haben sich die Menschen laut Hofmann wohl und sicher gefühlt, aber drinnen? "Das ist schwer einzuschätzen", gibt sie zu be­denken.

Mehr denn je entwickle sich die Kleine Bühne in der kommenden Saison zu einer Wanderbühne. Manche Veranstaltungen finden in der Aula statt, andere in der Stammheimer Gemeindehalle, bei wieder anderen stehe die Lokation noch nicht sicher fest, sagen Fuchs und Hofmann. Die Musikschule, die sonst immer einer der Hauptstandorte für die Kleine Bühne war, sei wegen der einzuhaltenden Abstandsregeln zu klein. Insgesamt neun Termine seien anberaumt – also etwa gleich viele wie in "normalen" Saisons. Und wie immer, schmunzelt Fuchs, handle es sich "um das beste Programm aller Zeiten".

Kürzlich Debüt gegeben

Los geht die Saison 2020/21 am Samstag, 19. September, mit Kabarettistin Kathi Wolf und ihrem Programm "Psychoparty. Psychisch korrekt. Politisch defekt." Beginn ist – übrigens bei allen Veranstaltungen – um 20 Uhr. Am Samstag, 31. Oktober, wird Bernd Kohlhepp auf der Bühne stehen. "Im Schwäbischen eine Größe", findet Fuchs. Lutz von Rosenberg Lipinsky tritt am Samstag, 14. November, mit seinem Programm "Demokratur oder: Die Wahl der Qual" auf. Tina Häussermann aus Stuttgart habe sich inzwischen ebenfalls schon einen Namen in der Branche gemacht.

Am Samstag, 5. Dezember, wird sie bei der Kleinen Bühne Calw zu Gast sein. Im neuen Jahr geht es dann weiter am Samstag, 16. Januar, mit Frank Sauer. Dieser sei schon zum zweiten Mal in Calw zu Gast, weiß Fuchs. Unter dem Titel "Scharf angemacht" gibt er dem Publikum "Die besten Rezepte für Beziehungssalat". Johann Theisen, der am Samstag, 6. Februar, auftritt, steht noch am Anfang seiner Comedy-Karriere. Erst kürzlich habe er sein Debüt-Programm "Ein Tollpatsch gibt Vollgas" vorgestellt, sagt Fuchs.

Für die Kleine Bühne gehöre es mittlerweile schon beinahe zur Tradition, junge Künstler zu unterstützen. Ebenso wie die Verantwortlichen des Vereins darauf achten, dass ein Teil des Programms von Frauen bestritten werde – auch wenn die Comedy- und Kabarett-Szene nach wie vor sehr männlich bestimmt sei. Doch weder Fuchs noch Hofmann halten etwas von der weit verbreiteten Meinung, dass weibliche Comedians weniger gut seien. Ihr Urteil: Weniger gute männliche Künstler fallen in der Menge lediglich weniger auf.

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Weiblich geht es auch am Samstag, 6. März, mit den "Goldfarb Zwillingen" weiter, die ein Polit-Kabarett auf die Bühne bringen. Bernd Lafrenz wird am Samstag, 24. April, mit seinem Ein-Mann-Theater "Romeo und Julia" neu interpretieren. Sebastian Krämer holt am Samstag, 8. Mai, seinen Auftritt aus der vergangenen Saison nach, der coronabedingt ausgefallen war.

Die Kleine Bühne hat, um ihr Programm so stattfinden lassen zu können, ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Das beinhaltet unter anderem getrennte Ein- und Ausgänge sowie feste Platzkarten mit Abstand zum nächsten. Letzteres stellt den Verein vor erhebliche Herausforderungen.

Deshalb hat er den Ticketverkauf an den Dienstleister Reservix ausgelagert. Was die Gutscheine der Kleinen Bühne anbelangt, herrsche deshalb noch Unsicherheit, meint Fuchs. Interessierten beziehungsweise Betroffenen empfiehlt er deshalb, sich über die Homepage des Vereins beim Newsletter anzumelden – dort erfahre man dann, wenn es etwas Neues gibt.

"Wir haben alles dabei, was Spaß macht", bilanzieren der Vorsitzende und seine Stellvertreterin. Und, fügt Hofmann hinzu, gerade in der Corona-Zeit sei es wichtig, auch zu lachen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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