Eine wahre Idylle: die Tälesbach-Kaskaden. Derzeit fließt zwar kein Wasser. Aber mit der Idylle dürfte es ohnehin vorbei sein, wenn die Deponien saniert werden. Foto: Archivbild Hölle

Bürgerinitiative spricht sich für Transport über Schiene aus. Die Sanierung wird als notwendig erachtet

Calw/Althengstett - Die Sanierung der Deponien am Tälesbach beschäftigt nach wie vor die Menschen in Althengstett, Calw und Umgebung. Rund 50 Besucher sind am Montagabend zu einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative in das evangelische Gemeindehaus in Neuhengstett gekommen.

 

Wie Saskia Esken, eine der drei Sprecherinnen der Initiative, gegenüber dieser Zeitung sagte, werde anerkannt, dass die Deponien am Tälesbach saniert werden müssen. Nach wie vor werde angestrebt, dass der Transport des Auffüllmaterials, das von der Baustelle Stuttgart 21 kommen soll, über die Schiene und nicht über die Straße erfolgt. Dies sei im Sinne einer umwelt- und menschenverträglichen Sanierung der Altlasten notwendig. Noch stehen drei Gutachten aus, die zu den Bereichen Lärm, Naturschutz und Transportwege in Auftrag gegeben worden sind. Danach sollen die Probleme und Fragen den Sanierungspflichtigen, der Deutschen Bahn und der Stadt Calw sowie der Umweltbehörde des Landratsamts bei einer für den Frühherbst geplanten Podiumsdiskussion im Kursaal Hirsau vorgestellt werden.

Das Ergebnis des Transportwege-Gutachtens wird noch in diesem Monat erwartet. Die beiden anderen Expertisen sollen im Laufe der Sommerferien vorliegen. "Da werden wir entsprechend nachfragen", stellte Esken klar. Danach könne dann der Termin für die Podiumsdiskussion festgelegt werden.

Es sei nicht Sache der Bürgerinitiative, sich für oder gegen das Projekt Stuttgart 21 auszusprechen, betonte Esken. Es gehe vielmehr darum, für einen umweltgerechten Transport und eine fachgerechte Sanierung der Tälesbach-Deponien einzutreten. In diesem Sinne soll von der Initiative geklärt werden, welche rechtlichen Möglichkeiten die Bürger des Landkreises und vor allem der betroffenen Kommunen haben, auf die Sanierung Einfluss zu nehmen und sich gegen den Transport auf der Straße auszusprechen. Darüber hinaus werde die Bürgerinitiative darauf achten, aus welchen Bestandteilen das angefahrene Auffüllmaterial besteht, beispielsweise ob es sich um Erde oder Bauschutt handelt.