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Calw Akademiegebäude endlich verkauft

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Idyllisch liegt sie ja, die ehemalige Lehrerakademie, aber das Gebäude war sehr schwer zu verkaufen. Foto: Hölle

Calw - Was hat die Pforzheimer Behörde Vermögen und Bau schon alles unternommen, um das ehemalige Akademiegebäude in der Schillerstraße zu verkaufen. Zuletzt ist man einen ungewöhnlichen Weg gegangen – und war erfolgreich.

Die Behörde hat sich vor einiger Zeit an das bundesweit tätige Auktionshaus Karhausen gewandt. In Berlin ist die Immobilie, die sich im Besitz des Landes Baden-Württemberg befand, unlängst unter den Hammer gekommen. Für ein Auktionslimit von 220.000 Euro wurde sie angeboten. Der Zuschlag wurde für 310.000 Euro erteilt. "Ja. zum Zuschlag ist es gekommen", bestätigte im Gespräch mit unserer Zeitung Thea Karcher-Kastner, Abteilungsleiterin Liegenschaft und Immobilien bei Vermögen und Bau Pforzheim. Ihre Behörde war zuständig für die Akademie.

Weil das Verfahren nicht ganz abgeschlossen ist, wollte sie den Namen des Käufers noch nicht nennen. Dem Vernehmen nach handelt es sich aber um die Urban-Concept Ingenieurgesellschaft mbH mit Sitz Herne, Nordrhein-Westfalen. Diese vermittelt Wohngrundstücke, Wohngebäude und Wohnungen für Dritte. Planung, Errichtung, Aufbereitung, Kauf, Verkauf und Verwaltung von Immobilien jeglicher Art auf fremden oder eigenen Grundstücken: das ist der Unternehmensgegenstand.

Aus dem Gebäude in der Schillerstraße, in dem bis zum Jahr 2007 die Akademie für Lehrerfortbildung untergebracht war, ist mit der Zeit ein Schandfleck geworden. "Städtebaulicher Missstand" heißt das im Bürokraten-Deutsch. Ein großer Wasserschaden und Zerstörungswut haben den Zustand in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Der Besitzer, das Land Baden-Württemberg, hatte vor drei Jahren über das Staatliche Hochbauamt in Pforzheim die Stadt Calw gebeten, das Haus in das Sanierungsgebiet Kernstadt aufzunehmen. Diesem Wunsch kam der Gemeinderat nach. Man erhoffte sich, dass die Chancen für eine baldige Vermarktung der Akademie steigen werden.

Das Gebäude entwickelte sich aber zu einem echten Sorgenkind für den Besitzer. Nicht nur Haus und Grundstück seien schwer zu vermarkten, das gesamte Areal sei ungewöhnlich groß, hatte Karcher-Kastner im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt. Das Land selbst hatte keine Verwendung. Seit der Verwaltungsreform hat sich der Platzbedarf der Behörden reduziert.

Auch die Stadt hat viel getan, um Haus und Gelände einer Nutzung zuzuführen. Gutachten von Wüstenrot und der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE) hat man erstellen lassen. Immer wieder hat sich herausgestellt, dass jede denkbare Nutzung unwirtschaftlich ist. Ganz gleich, ob es sich um ein Hotel, eine Wohnbebauung, eine Nutzung als Musikschule oder Jugendherberge handelt.

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