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Calw 500 Tablets für Schulen werden angeschafft

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500 Tablets und Laptops sollen für die Calwer Schulen gekauft werden. (Symbolbild) Foto: Vennenbernd

Calw - Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die technische Ausstattung zu Hause für Schüler sein kann. Doch was, wenn nicht genug Geld dafür da ist? Um daraus resultierender Ungleichheit vorzubeugen, erhält die Stadt Calw Mittel vom Bund, um etwa 500 Tablets oder Laptops anzuschaffen.

Unterricht von zu Hause aus, im modernen Sprech auch "Homeschooling" genannt, war insbesondere in der Hoch-Zeit der Corona-Pandemie das Mittel der Wahl, um Schülern trotz Unterrichtsentfall den Lernstoff näherzubringen. Das Problem dabei: Wenn ein Kind zu Hause nicht mit ausreichender Technik ausgestattet ist, könne es bildungstechnisch ins Hintertreffen geraten. Aus diesem Grund hat der Bund und das Land Baden-Württemberg im Rahmen des DigitalPakt Schule 130 Millionen Euro für die Anschaffung von mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt. Diese sollen dann von den Schulen an die jeweiligen Schüler verliehen werden. Hierdurch sollen laut Unterlagen für die jüngste Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses (KSSA) soziale Ungleichgewichte ausgeglichen werden.

Freihändige Vergabe

Auf die Schulen in Calw entfallen von den 130 Millionen Euro rund 250.000 Euro. Davon sollen, so hat es der KSSA einstimmig beschlossen, etwa 500 Laptops oder Tablets für die Calwer Schulen angeschafft werden.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) habe die Vertreter von Städte- und Gemeindetag gebeten, alle möglichen und notwendigen Vorbereitungen – wie Ausschreibungen – umgehend einzuleiten, damit die Geräte zügig angeschafft werden können und zum kommenden Schuljahr 2020/2021 bereit stehen, ist in der Vorlage zu lesen.

Da es sich um eine freihändige Vergabe, also eine Vergabe ohne formelle Ausschreibung, handelt, sei diese Bitte sehr schnell umsetzbar, zeigte sich Karl-Michael Ebinger von der Abteilung Bildung der Stadt Calw in der Sitzung optimistisch.

Problem ist nicht die Technik - sondern die Internatanbindung

Zwar habe er von den Lehrern die Rückmeldung erhalten, dass das Problem der fehlenden Endgeräte in Calw kein wirkliches Problem sei – also im Grunde alle Schüler ausreichend ausgerüstet seien. Eher hänge es mancherorts an einer fehlenden oder schlechten Internetverbindung. Und da könne auch kein neues Tablet helfen. "Aber wir nutzen den Zuschuss natürlich trotzdem", schob Ebinger gleich hinterher.

Für die Installation und die Instandhaltung der Geräte reiche der IT-Support vom Hersteller aber nicht, gab Oberbürgermeister Florian Kling zu bedenken. Dafür müsse es auf lange Sicht ein zentrales Management geben, eine richtige Service-Infrastruktur. Für 500 Geräte rechne man mit einer Personalstelle, erläuterte der OB, bekanntlich selbst IT-Experte. Bei 2000 Geräten, die der Digitalpakt insgesamt vorsehe, wären das also vier Stellen, die es zu schaffen gelte. Die Förderung des Landes und des Bundes sei aber lediglich als Anschubfinanzierung zu sehen. Die Betriebskosten müsse die Kommune selbst tragen.

Grundschulen sollen nicht vergessen werden

Karl-Heinz Scheffelmeier (Freie Wähler), der an der Erna Brehm Grund- und Werkrealschule Calw tätig ist, appellierte an die Verwaltung, die Grundschulen bei der Verteilung der Geräte nicht außen vor zu lassen.

Als sich anschließend eine kurze Diskussion um die ­Modalitäten des Leihvorgangs entspann, machte Kling deutlich, dass er ohnehin davon ausgehe, dass es langfristig auf eine "bring your own device"-Regelung hinauslaufe. Das bedeutet, dass Schüler, Arbeitnehmer oder Studenten ihr eigenes Gerät nutzen und dafür in manchen Fällen einen Zuschuss er­halten. Dadurch würden etwaige Komplikationen wie die ­Frage, wer was installieren darf, gar nicht erst ent­stehen.

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