Stadtradeln: Nach dreiwöchiger Kampagne zeichnet Calw fleißige Sportler aus
Calw. Die Calwer Fahrer der Kampagne "Stadtradeln" wurden jüngst geehrt. Bei der Aktion geht es darum, über einen Zeitraum von drei Wochen alle gefahrenen Fahrradkilometer über eine Anwendung des mobilen Endgeräts aufzuzeichnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit dem konventionellen oder mit dem E-Bike gefahren wird.
Nach den Zahlen der Projektseite sind im Landkreis Calw von 1325 Teilnehmern 360 066 Kilometer zurückgelegt worden, was in Baden-Württemberg Platz elf bedeutet. Die dadurch eingesparte Menge CO2 wird mit 106 572 Kilogramm angegeben.
Die Prämierung der besten Calwer Radler wurde nun von Manuela Röskamm und Markus Mosdzien vorgenommen. In ihren Grußworten sprachen sie unter anderem von der Entwicklung des Tourismus durch das Rad und die erforderliche Infrastruktur dafür. Denn Calw ist topographisch bedingt keine traditionelle Radstadt.
Alpenverein gewinnt
Erst die Entwicklungen im E-Bike-Sektor führten dazu, dass die Berge "keinen Schrecken" mehr hätten. Auch ältere Menschen könnten mit den bis 25 Kilometer schnellen Elektrorädern nun mühelos bergauf, bergab radeln, sagten die Organisatoren.
Die Stadt Calw brachte es auf 229 Teilnehmer, die zusammen mehr als 66 000 Kilometer mit dem Rad oder E-Bike zurückgelegt haben. Darunter die beiden größten Teams, der Alpenverein und der TSV, die auch die meisten Preise unter sich ausmachten.
So geht der Preis für das Team mit den meisten absoluten Kilometern an den Alpenverein Calw, dessen 47 Teilnehmer zusammen 20 384 Kilometer gefahren sind. Dahinter mit 15 038 Kilometern der TSV Calw, geradelt von 42 Teilnehmern. Auf Platz drei landet das Team der EmK Calw mit mehr als 7000 Kilometern von 24 Teilnehmern.
Der Preis mit den meisten Kilometern pro Teilnehmer geht an das Team "Grünes Rad". Jeder Radler dieses Teams legte in den drei Wochen im Schnitt 500,4 Kilometer zurück. In dieser Kategorie lagen Alpenverein und TSV auf den Plätzen zwei und drei.
Mit Preisen für herausragende Einzelleistungen wurde bei den Frauen Edith Kindler mit 1269,5 Kilometern und bei den Männern Roland Wurster mit 1420 Kilometern ausgezeichnet.
In einer kurzen Stellungnahme meldete sich der Team-Captain des Teams Alpenverein, Roland Kling, zu Wort. Er dankte den Organisatoren für die gelungene Durchführung und die Prämierung. Er betonte die Bedeutung des Radsports für eine Weiterentwicklung des "Wegenetzes, in der kulturhistorisch reichen Landschaft zwischen Gäu und Schwarzwald, das unsere Vorfahren geschaffen haben". Calw biete neben seinen kulturellen Höhepunkten zahlreiche Aussichtspunkte wie den Gimpelstein oder den Galgenberg, von wo aus man wunderschöne Panoramaussichten genießen könne. Insbesondere sprach er seine Hoffnung aus, dass die Lederstraße ausdrücklich für Radfahrer im Schritttempo freigegeben würde. Röskamm unterstrich dieses Anliegen, indem sie darauf hinwies, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club habe dem Heidelberg-Bodensee-Radwanderweg drei statt vier Sterne verliehen, unter anderem, weil die Lederstraße als Fußgängerzone diesen unterbreche.
Die Stadt Calw hat neben der Prämierung mit Gutscheinen für die besten Leistungen unter den Teilnehmenden 20 weitere Sachpreise verlost. Im nächsten Jahr soll die Veranstaltung wieder stattfinden.