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Calw 170 000 Euro für mehr Sicherheit, Lärmschutz und Umwelt

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Stolz präsentiert Oberschützenmeister Sven Strusch die neue Anlage.Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Calw. Nach 17 Monaten ohne Schießbetrieb feierte die Schützengesellschaft Calw mit der Ausrichtung ihres ersten Ordonnanz-Pokal-Schießen einen Neustart nach Corona-Pause und Großbaustelle. "Die Leute wollten sich nach so langer Zeit einfach mal wieder sehen und auch sportlich zusammen sein, ohne arbeiten zu müssen", brachte Oberschützenmeister Sven Strusch die Kombination Pokalschießen und Einweihung mit Grillabend auf den Punkt.

Im März 2019, direkt im Anschluss an die Kreismeisterschaften, hatte die Schützengesellschaft mit den Renovierungs- und Umbaumaßnahmen begonnen. "Wir hatten rund 170 000 Euro als Investition für Erneuerung von Dachflächen, Lärmschutz-, Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen eingeplant", sagte Strusch. Die großflächigen Zimmer- und Dacharbeiten über den Kugelfängen der 25-Meter-Sportpistolen-Anlage sowie der 50-Meter-Bahn wurden von der Firma Kappler umgesetzt. Hinzu kam der Einbau von umweltfreundlichen Geschossfängen. Die neuen Auffangwannen werden von dicken Kunststoffplanen verdeckt und ermöglichen ein problemloses Einsammeln der Rückstände.

Parallel haben die Helfer in mehr als 1500 Arbeitsstunden umfangreiche Schallschutzmaßnahmen an den Seitenwänden sowie am Kugelfang und über der Schießlinie angebracht. "Da kann man nur dankbar sein, wenn man handwerklich begabe Mitglieder im Verein hat", lobte Strusch das Team um Karlheinz Burkhardt.

Neben den Arbeiten im Freien und an den Außenanlagen wurde auch die Holzvertäfelung in der Halle für Luftdruckwaffen ausgetauscht. "Eine Maßnahme, die den neuen Sicherheitsbestimmungen obliegt", erklärte der Oberschützenmeister, der sich als Nachfolger von Ursula Arfas bei seinem Amtsantritt zum Ziel gesetzt hatte, die Anlage mit Hilfe eines Schießstandsachverständigen auf den neuesten Stand zu bringen.

Anlage ist corona-konform

"Wegen der Corona-Pandemie haben die Arbeiten rund drei Monate geruht und konnten erst im Juli wieder aufgenommen werden", so Strusch über die lange Bauzeit. In der wurden im Zuge der Abstandsregelungen auch die Zuganlagen so weit abgebaut, dass nur noch jeder zweite Stand benutzt werden kann. Der Oberschützenmeister: "Darüber hinaus haben wir eine Teilnehmerliste erstellt, aus der hervorgeht, wann wer wo auf der Anlage ist, um möglichst wenig Berührungspunkte entstehen zu lassen."

Die Corona-Verordnungen haben aber nicht nur auf der Schießanlage ihre Spuren hinterlassen. "Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, die auf 2020 verlegte Feier zum 225-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft abzusagen, da es unter diesen Umständen einfach keinen Sinn macht", erläuterte Karlheinz Burkhardt den im Ausschuss gefassten Entschluss.

Noch mehr tut Strusch der Einbruch in der Jugendarbeit weh: "Durch die lange Trainings- und Wettkampfpause haben wir fast alle Jungschützen verloren. Wir stehen praktisch am Nullpunkt."

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