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Calw 15 Jahre lang ein "Sänger und Pfaff des Teufels" gewesen

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Fulbert Steffensky geht beim Dialog St. Aurelius auf Luther und seine Klosterkritik ein. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Calw-Hirsau. Der Dialog St. Aurelius in Hirsau empfängt am kommenden Mittwoch, 21. Juni, um 19.30 Uhr den evangelischen Religionspädagogen Fulbert Steffensky.

Eigener Weg

Fulbert Steffensky, katholisch getauft, trat mit 21 Jahren in das Benediktinerkloster Maria Laach ein. Im Alter von 36 Jahren konvertierte er und heiratete eine der populärsten evangelischen Theologinnen des vergangenen Jahrhunderts, Dorothee Sölle.

Dabei ging der evangelische Theologieprofessor durchaus seinen eigenen Weg und arbeitete lange an der Universität Hamburg. Durch zahlreiche Bücher und Artikel vor allem in der Zeitschrift "publik forum" wurde Steffensky zu einem der bekanntesten deutschen Theologen, der lebensgeschichtlich beide Konfessionen in sich trägt.

In St. Aurelius wird sich Steffensky im Reformationsjahr mit dem Thema "Luther als Mönch und seine Klosterkritik" auseinandersetzen – ein Thema, das der Ort des Klosters Hirsau nahelegt; ein Thema, das sich aber auch von der eigenen monastisch geprägten Lebensgeschichte Steffenskys her anbietet.

15 Jahre war Martin Luther Augustiner-Mönch. 15 Jahre, so sagt er selbst, sei er ein "Sänger und Pfaff des Teufels gewesen". Im Nachhinein sieht Luther seine Klosterjahre als verlorene Jahre, Jahre voller Ängste, Skrupel und Verdammungsfantasien.

Monastische Vergangenheit

Wie kommt Luther dazu, diesen erheblichen Teil seiner Lebensgeschichte so zu verurteilen? Lag es wirklich am Kloster? War das Kloster nur der dramatische Schauplatz seiner Kämpfe und Entwicklungen? Im Kloster und nicht gegen das Kloster hat er auch seine Freiheit und seine neue Theologie gelernt. So wird Fulbert Steffensky Luther dahingehend betrachten, ob nicht gerade seine monastische Vergangenheit ihn zu dem gemacht hat, was er bis heute ist.

Das Forum Aurelius freut sich, den fast 84-jährigen Theologen, der mittlerweile in Luzern wohnt, zu Gast zu haben und hofft natürlich sehr, dass der prominente Redner auch viele Hörer anzieht. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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