Luftbild aus dem Jahr 1968. Besonders auffällig: Die geschwärzten Flächen. Foto: Landesarchiv/StAL/EL68IX-17708

Empfingens Alt-Bürgermeister Albert Schindler zeigt in seinem Haus an die Wand mit drei Luftbildern. Schaut auf das Luftbild von Kaserne und Munitionsdepot. Sagt: "Bis in die 80er-Jahre gab es keine Luftbilder von der Kaserne. Dabei hat die Kaserne Empfingen wieder zur starken Gemeinde gemacht."

Empfingen - Schindler hat einen Empfinger Stammbaum bis 1656. Naturverbunden, Sportler, das wandelnde Heimatmuseum. Er sagt: "Bis zur Kaserne galt Empfingen als das Maurerdorf. Die Eisenbahn entwickelte sich um die 1870er-Jahre – Horb, Sulz, Oberndorf blühten auf. Wir waren zu weit weg. Durch die damals geltende Realteilung hatte jede Familie ein kleines Feld, das meist nur zur Selbstversorgung reichte. Meine Eltern beispielsweise hatten vor der Flurbereinigung sechs Hektar auf 35 Parzellen verteilt. Die Männer sind in das Elsass, ins Badische oder die Schweiz gegangen, um sich dort als Maurer zu verdingen. Im Sommer. Die Folge: Ein Bevölkerungsaderlass. Um 1900 war die Bevölkerung innerhalb von 50 Jahren von 2200 auf 1600 geschrumpft."

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