Die Hauinger und ihre Gäste erlebten ein närrisches Spektakel nach Maß. Foto: Alexandra Günzschel

Der große Brauchtumsumzug ist jedes Jahr der Höhepunkt der Hauger Buurefasnacht. An diesem Sonntag kamen dafür etwa 2900 Teilnehmer zusammen. Tausende Besucher jubelten ihnen zu.

Von den zahlreichen Familien am Straßenrand, die sich schon vor dem Start einen guten Platz gesichert hatten, wurden sie sehnsüchtig erwartet. Lange gedulden mussten sie sich nicht. Der Zug setzte sich gegen 13.30 Uhr pünktlich in Bewegung. Nur der angekündigte leichte Regen ließ zum Glück noch eine ganze Weile auf sich warten.

 

Konfettiregen geht nieder

Angeführt vom Musikverein Hauingen und gefolgt von den Zunftmeistern der Fasnachtsgesellschaft Buurefasnacht Hauingen sowie den Cliquen aus dem Ort bahnte sich der Umzug seinen Weg vom Feuerwehrgerätehaus an der Steinenstraße am Rathaus vorbei auf die Unterdorfstraße und von dort zurück zum Narrendorf durch die Gartenstraße. Weitere Cliquen aus der näheren und weiteren Umgebung schlossen sich dem langen Tross aus Hästrägern, Wagen und Musikgruppen an.

Eine Teilnehmerin gibt sich zu erkennen. Foto: Alexandra Günzschel

Dabei regnete es Konfetti in allen Farben und auch mit Süßigkeiten wurde nicht gespart. Viele der kleinen Aufmerksamkeiten und Geschenke wurden dabei nicht einfach in die Menge geworfen, sondern von den Närrinnen und Narren persönlich übergeben. Aber auch die eine oder andere Einseif-Aktion blieb nicht aus. Die Zuschauer nahmen es mit Humor.

Moderierter Umzug

Wer mehr über die einzelnen Cliquen wissen wollte, konnte sich in die Nähe des Sprecherwagens an die Unterdorfstraße stellen. Dort berichteten Ralf Renckly und Claudio Burger Wissenswertes und Kurioses über die Geschichte der vorbeiziehenden Gruppen. Mit auf dem Wagen Platz genommen hatten neben Ortsvorsteher Günter Schlecht auch seine beiden Amtskollegen aus den Nachbarstadtteilen, Horst Simon aus Haagen und Silke Herzog aus Brombach. Aber auch Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic gaben sich auf dem Wagen der Kommentatoren die Ehre. Spannend wurde es ein Stückchen weiter für die großen Fasnachtswagen. Um die enge und steil abschüssige Kurve zur Gartenstraße hinab nehmen zu können, mussten diese erst ein Stück zurücksetzen. Danach schafften die offenbar solide gebauten Gefährte diese Herausforderung mit Bravour.

Da heißt es zugreifen! Foto: Alexandra Günzschel

Der Umzug endete im Narrendorf rund um die Festhalle. Dort warteten Partyzelte sowie Essens- und Getränkestände auf die vielen Teilnehmer und Gäste. Gefeiert wurde bis tief in die Abendstunden hinein. Am heutigen Montag, 19 Uhr, klingt die Haugemer Buurefasnacht mit dem Schnitzelbanksingen im Chruttschlämpe-Keller aus.