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Die geplanten Einschnitte bei der Taktung des des Busverkehrs in Donaueschingen kritisiert unsere Leserin Martina Wiemer.

Der geplante Eingriff in den Donaueschinger Stadtbus, insbesondere eine Ausdünnung des Halbstundentakts, ist aus meiner Sicht ein falscher Schritt.

 

Ja, der Stadtbus ist nicht bei allen populär. Aber diejenigen, die ihn nutzen, sind auf ihn angewiesen, und zwar genau in dieser Taktung.

Ein unzuverlässiger oder ausgedünnter Fahrplan macht den Bus unattraktiv und führt am Ende dazu, dass weniger Menschen ihn nutzen.

Gerade in Zeiten hoher Spritpreise und insgesamt steigender Lebenshaltungskosten sollte der öffentliche Nahverkehr attraktiver gemacht und nicht verschlechtert werden. Viele Menschen sind mehr denn je auf bezahlbare Alternativen angewiesen.

Autofahrer können in vielen Bereichen kostenlos parken

Es darf weder zu einem Abbau von Haltestellen, noch zu einer Verschlechterung des Takts kommen. Stattdessen sollte sich die Diskussion darauf konzentrieren, wie der Stadtbus langfristig gesichert und finanziert werden kann. Unverständlich ist für mich vor allem die Ungleichbehandlung: Umweltbewusste ÖPNV-Nutzer zahlen für ihr Ticket, während Autofahrer in vielen Bereichen kostenlos parken können.

Dabei verursachen Parkplätze erhebliche Kosten, Bau, Unterhalt und Pflege gehen in die Tausende Euro pro Stellplatz und Jahr. Diese Kosten trägt die Allgemeinheit. Wer den Individualverkehr nutzt, sollte sich stärker daran beteiligen, etwa durch die Einführung von Parkgebühren. Das wäre nicht nur fairer, sondern auch ein sinnvoller Beitrag zur Finanzierung des Stadtbusses. Ein funktionierender Nahverkehr ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Ihn zu schwächen, ist der falsche Weg.

Martina Wiemer, Donaueschingen

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