Bei der schwer verletzten Fußgängerin, die am Donnerstagmorgen in der Dammstraße in Horb von einem Bus erfasst wurde, handelt es sich um eine 46-Jährige.
Die Polizei schildert den Unfallhergang in der Dammstraße in Horb, nahe der Fußgängerampel vor dem Flößersteg, folgendermaßen: Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr gegen 7.15 Uhr ein VW-Fahrer die Dammstraße in Fahrtrichtung B32/Hornaustraße. Aufgrund verkehrsbedingt wartender Fahrzeuge vor einer Ampel hielt der VW ebenso an. Die Beifahrerin des Pkw verließ das Fahrzeug und wollte hinter dem Auto die Straße queren. Hierbei wurde sie von einem entgegenkommenden Linienbus erfasst und schwer verletzt.“ Laut Polizei hat die Fußgängerin – eine 46-Jährige – mutmaßlich den entgegenkommenden Linienbus übersehen.
Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Im Linienbus befanden sich zum Unfallzeitpunkt etwa zehn Fahrgäste. Sie blieben unverletzt. Der 51-jährige Busfahrer verletzte sich leicht und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Keine verletzten Schüler
Es bildete sich schnell ein langer Stau auf der B32. Auch aus Richtung Neckarstraße war der Verkehr blockiert. Bis 9 Uhr war die Straße voll gesperrt. „Danach konnte ein Fahrstreifen freigegeben werden. Um 9.20 Uhr waren die Maßnahmen vor Ort beendet“, berichtet das Polizeipräsidium Pforzheim. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf circa 15.000 Euro.
Der Unfall wirkte sich unter anderem auf Schulen in Horb aus. Volker Offenhäuser, Schulleiter des Martin-Gerbert-Gymnasiums in Horb, schildert unserer Redaktion seine Eindrücke zu Beginn des Schultags am Donnerstag: „Nach meinem Kenntnisstand wurden keine Schülerinnen oder Schüler unserer Schule verletzt. Die Auswirkungen auf den Schulbetrieb waren trotz der Schwere des Unfalls überschaubar: Klassenarbeiten mussten nicht verschoben werden und circa 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler trafen im Laufe der ersten Stunde später ein.“
Zur ersten Stunde hätten alle Lehrkräfte die Unfallstelle umfahren können, in einem weiteren, späteren Fall sei mit Aufsicht geplant worden, schildert der Schulleiter.
Schulsozialarbeiterin steht zur Verfügung
Obwohl das Gymnasium nicht explizit über den Unfall informiert worden sei, wäre die Schule auf eine mögliche psychologische Betreuung von Schülern vorbereitet gewesen. Offenhäuser sagt: „Für eine mögliche Erstbetreuung, die aber nicht in Anspruch genommen wurde, stand unsere Schulsozialarbeiterin zur Verfügung.“ Sollte sich ein weiterer Bedarf zeigen, so könne neben den schuleigenen und örtlichen Möglichkeiten die schulpsychologische Beratungsstelle in Rastatt in Anspruch genommen werden, sagt der Schulleiter.
Schulbus muss umdrehen
Von nur geringen Auswirkungen des Verkehrsstaus auf den Schulbetrieb spricht auch Götz Peter, Gemeinschaftsschulrektor und Geschäftsführender Schulleiter für Horb, Empfingen und Eutingen. Er berichtet: „Abgesehen davon, dass ein Bus, der mit Schülerinnen und Schülern zum Neckarbad unterwegs war, wieder umdrehen musste, gab es keine Auswirkungen auf den Schulbetrieb des Schulzentrums auf dem Hohenberg.“
Der Busunternehmer des in diesen Verkehrsunfall verwickelten Linienbusses sagt auf die telefonische Anfrage unserer Redaktion: „Unser Mitgefühl gilt in erster Linie der Frau.“