Der Freudenstädter Ableger des Business Network International (BNI) hat sich in seinem ersten Jahr gut entwickelt – so die Bilanz der Ortsgruppe.
Aktuell 34 Unternehmen aller Arten und Branchen sind in der Ortsgruppe, branchenintern „Chapter“ genannt, vertreten. Es heißt „Hephaistos“, benannt nach dem handwerklich begabten und schöpferischen griechischen Gott der Schmiedekunst, des Handwerks, des Feuers und der Architektur.
Am Frühstückstreff zum Jahrestag der Gründung im Elektrozentrum Kurz nahm Oberbürgermeister Adrian Sonder als Gast teil. Er war laut Mitteilung der Stadt beeindruckt – von der Wirkung des BNI und vom positiven Geist am Tisch.
„Solche Netzwerke sind die richtige Antwort auf die aktuellen Entwicklungen. Wir brauchen mehr Miteinander“, so Sonder. Derzeit seien die Folgen der Wirtschaftsflaute in Deutschland hier besonders stark zu spüren. Dennoch sei er zuversichtlich, gerade auch mit Blick auf das BNI-Treffen. „Wir alle im Kreis müssen die Extra-Meile laufen, um uns zu behaupten. Aber die Leute hier sind dazu bereit, diese Extra-Meile auf sich zu nehmen“, so Sonder. „Wir haben hier viele fleißige und findige Leute. Schaffenskraft zeichnet uns im Nordschwarzwald aus.“
Eins von 11 500 Chaptern weltweit
Das Netzwerk BNI trägt dazu bei, heißt es weiter. Freudenstadt ist eins von 11 500 Chaptern weltweit. In jedem Ortsverein sind Vertreter aller Branchen und Berufe willkommen, aber es gibt von jedem Berufsstand, Gewerk oder jeder Sparte nur ein Mitglied. „Es soll intern kein Konkurrenzdenken aufkommen“, so Michael Wirth, aktueller Präsident. Funktionen werden in einem rollierend weitergegeben, sein Nachfolger ist bereits gekürt.
In Freudenstadt mit dabei sind Handwerker, Dienstleister, Einzelhändler, Gastronomen, Industriebetriebe sowie Vertreter freier Berufe, und das aus dem ganzen Landkreis. Über das Netzwerk, das sich einmal wöchentlich frühmorgens trifft, werden Kontakte hergestellt, Informationen geteilt und Geschäfte anberaumt.
Schnelle Hilfe
Der Mehrwert sei groß, so Architekt Stefan Niesner, der im Vorstand als Mitglieder-Koordinator agiert. „Wer schnell einen Handwerker braucht, bei einem Problem nicht weiterkommt oder nicht weiß, wo und wie er beispielsweise an Material kommen soll, bekommt hier schnell Hilfe. Innerhalb von zwei Stunden liegen schon mal zehn Angebote da.“. Darüber hinaus wurden innerhalb des ersten Jahres Aufträge im Wert einer siebenstelligen Gesamtsumme als direkte Wertschöpfung vor Ort vermittelt.
Was Michael Wirth und Vorstandskollege Timo Erlewein, Mitglied der Geschäftsführung von Kurz-Elektrozentrum, besonders freut: Alle Gründungsmitglieder des BNI-Netzwerks im Kreis sind noch mit dabei. Weitere Anträge auf Mitgliedschaft liegen vor.
Weitere Informationen unter www.bni-konstanz.de/hephaistos