In der steil ansteigenden Höchtenstraße wird vor allem für die älteren Mitbürger eine Bushaltestelle gewünscht, im Ortschaftsrat wurde dazu ein Antrag gestellt.Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Haltestelle in Höchtenstraße gewünscht / Alte Rietheimer Straße müsste geöffnet werden

Erneut wurde bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Rietheim der Wunsch nach einer Bushaltestelle in der Höchtenstraße geäußert.

VS-Rietheim. In der Sitzung verdeutlichte die Rietheimer Bürgerin Anja Haberer dem Gremium, dass es für ältere Personen recht mühsam sei, insbesondere auf dem Heimweg von der nächstgelegenen Bushaltestelle beim Gasthaus "Löwen" in der Oswald-Meder-Straße zur steil ansteigenden Höchtenstraße zu gehen.

Bereits im Jahr 2014 war die Einrichtung einer Bushaltestelle in der Höchtenstraße ein Thema im Ortschaftsrat. 25 Anwohner hätten sich dagegen ausgesprochen, da der Bus ansonsten in Richtung Villingen über die Alte Rietheimer Straße fahren müsste. Insbesondere viele Eltern hätten sich dafür eingesetzt, dass diese Straße für Kraftfahrzeuge gesperrt wurde, da sie von Kindern als Radweg zur Schule genutzt werde.

Anja Haberer machte aus eigener Erfahrung darauf aufmerksam, dass ältere Menschen oftmals nicht mehr in der Lage seien, mit dem Auto zu fahren und daher auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen seien.

"Wir müssen wissen, was wir wollen", sagte dazu Ortsvorsteher Bernd Bucher. Auch er war der Ansicht, dass der Weg zur Bushaltestelle in der Ortsmitte mit mehr als 300 Metern von der Höchtenstraße zu lang sei, bis zum letzten Haus sind es 550 Meter. Er verwies aber auch auf die Probleme, die ein Linienbus bei dem recht engen Radius am Dorfplatz haben würde. Zudem müsste der Bus über die Alte Rietheimer Straße fahren, die dann wieder geöffnet werden müsste, oder durch das Wohngebiet im Bereich "Schalmenäcker". Abzuklären sei, ob ein großer Bus nur zu den Stoßzeiten und tagsüber ein Kleinbus eingesetzt werden könne. Auch müsste berechnet werden, wie viel Zeitverschiebungen die zusätzliche Bushaltestelle mit sich bringe. Ebenso sei es für den Busfahrer sicherlich nicht ganz einfach, von der Alten Rietheimer Straße in die nach Villingen führende Kreisstraße einzubiegen. Die gewünschte Bushaltestelle lasse sich so schnell nicht einrichten, denn im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) würden voraussichtlich erst in den nächsten Jahren die Fahrpläne überarbeitet, informierte der Rathauschef.

Werde die Alte Rietheimer Straße für den Linienbus geöffnet, bestehe die Gefahr, dass sie von Autofahrern als Abkürzung genutzt werde. Ortschaftsrat Matthias Grundhoff gab zu bedenken, dass dabei die Sicherheit radfahren­der Kinder gefährdet werde. Auch Michael Käfer sah das so. Roland Meßmer stellte sich vor, dass für Fahrten nach Villingen eventuell eine Nachbarschaftshilfe entstehen könne. Hierzu meinte Anja Haberer, dass auch bei einem guten Verhältnis zum Nachbarn wohl keiner im Bedarfsfall fragen würde, ob dieser eine ältere Person zur Bushaltestelle fahre und sie drei Stunden später wieder dort abhole. Die Entscheidung für die Bushaltestelle und die damit erforderliche Öffnung der Alten Rietheimer Straße wurde auf die nächste Sitzung verschoben, bis dahin möchte sich das Gremium ein Meinungsbild verschaffen. Auch müsse eine Verkehrskommission klären, ob die Straße für den Schwerverkehr geeignet sei und ob es dem Bus möglich sei, problemlos in die Kreisstraße einzubiegen.

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