Den Nachwuchs in Burladinger Kindergärten und Krippen zu schicken wird ab September teuer. Der Gemeinderat erhöhte die Preise. Moderat. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Der Gemeinderat winkt ohne Diskussion die Verwaltungsvorlage durch / Statt 130 künftig 133 Euro

"Diese moderate Erhöhung bleibt erneut bewusst hinter der tatsächlichen Kostensteigerung zurück, um so die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Elternhäuser nicht noch zu verstärken", heißt es in der Verwaltungsvorlage. Burladingens Kindergärten und Krippen werden moderat teurer.

Burladingen. So jedenfalls argumentierte die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage, und auf den ersten Blick, von dem sich so mancher ehrenamtliche Kommunalpolitiker wohl überzeugen ließ, ist die Erhöhung tatsächlich moderat.

Für ein Kind unter 18 Jahren werden ab dem 1. September, also mit Beginn des neuen Schuljahres, künftig monatlich statt 130 Euro eben 133 Euro fällig. Bei einem Kind in einer Kinderkrippe sind es statt 384 Euro künftig monatlich 395 Euro.

Dies bleibt freilich nur ganz gering hinter der 2,9-prozentigen Erhöhung zurück, die Kirchen und kommunale Landesverbände für Regelkindergärten und Kinderkrippen empfohlen hatten. Wären die Verwaltung und der Gemeinderat der gefolgt, wären es 133,77 Euro gewesen oder im Falle der Krippe eben 11,14 Euro mehr. Jetzt sind es "nur" glatt elf Euro.

Wirklich sozial verträglich bleibt es in Burladingen in den Regelkindergärten und Krippen allerdings für kinderreiche Familien. Die bezahlen zum Beispiel bei drei Kindern künftig 69 statt 67 Euro monatlich im Regelkindergarten und 199 statt 193 Euro monatlich in der Kinderkrippe. Immerhin, so argumentierte die Verwaltung wohl mit Blick auf deutlich schwierigere Corona-Bedingungen und Hygienevorschriften, auch bei den Trägern, also bei den Kirchen und Gemeinden, "gerade in der derzeitigen Situation" seien "steigende Personal- und Sachkosten zu verzeichnen".

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