Essen in Hülle und Fülle, Getränke, Lichterglanz und nette Leute, da erhob man den Becher gern auf den Burladinger Weihnachtsmarkt, der schöner nicht hätte sein können. Foto: Matthias Badura

Die Veranstaltung auf dem Burladinger Rathausplatz brachte Hunderte von Menschen aus allen Teilen der Stadt und von Auswärts auf die Beine.

Wer den Burladinger Weihnachtsmarkt gegen 16 Uhr besuchte, konnte problemlos zwischen den insgesamt 27 Ständen flanieren. Grüppchen standen hier und da auf dem Platz, plauderten angeregt, ließen sich Glühwein, Schupfnudeln oder Kässpätzle schmecken.

 

Nicht so arg viel los in diesem Jahr? Das hatte bei der Eröffnung des Marktes zwei Stunden vorher ganz anders ausgesehen. Bürgermeister Davide Licht und die Stadtkapelle sahen sich zahlreichen Besuchern gegenüber.

Die Reisigrute kam nicht zum Einsatz

Die freuten sich an den weihnachtlichen Weisen der Kapelle und ebenso an den fröhlichen Liedern der Kleinen des städtischen Kindergartens. Stille wiederum, als der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht einzogen.

Der Himmelsbote, dargestellt von Hubert Pfister, musste die eine oder andere Rüge an die jungen Leute erteilen. Insgesamt war er aber doch sehr zufrieden mit ihnen. Die Reisigrute seines Gehilfen, verkörpert durch Bernhard Schmid, durfte steckenbleiben.

Wer kann ein Gedicht aufsagen? Mehrere Kinder trauten sich, Auch wenn’s dann kein Gedicht war, sondern eine kurze Erzählung, ein Dank an den Nikolaus oder die Mitteilungen eines Knäbleins, es wolle ein Gedicht aufsagen, habe es aber leider vergessen.

Hinterher leerte sich der Platz allmählich. Ein ganz anderes Bild dann wiederum am Abend und in der Nacht: Jetzt musste man sich teils durch die Menschenmenge hindurchschieben.

Ein friedliches Fest in Burladingen

„Mehr Leute geht fast gar nicht“, brachte es ein Besucher auf den Punkt. „Der beste Markt ever“, meinte eine andere. „So viele Leute, eine wunderbare Stimmung, keine Zwischenfälle, es wird friedlich gefeiert.“

Die Standhalter machten mit ihrem Weihnachtsschmuck, mit Socken, Mützen, selbst gemachten Marmeladen oder Likören gute Geschäfte. Mindestens ein Bewirtungsstand war am Ende des Abends restlos ausverkauft.

Wen es fror, der konnte sich im Rathaussaal bei den „Pilgermädels“ aufwärmen, eine Tasse Kaffee dazu trinken und einen Kuchen essen. „Ausverkauft“, lautete auch dort die Botschaft am Ende des Tages.

Ein Markt, der Menschen zusammenführt

Durchweg voll besetzt zeigte sich ebenso das beheizte Zelt der Feuerwehr – bekannt nicht nur für seine wohlige Wärme, sondern auch für seine herzhafte Gulaschsuppe. Also eine rundum zufriedenstellende Bilanz und eine Veranstaltung, die Menschen aller Ortsteile ebenso wie von auswärts zusammenführte.

Ein wenig Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphäre, das könne man in Zeiten eines enormen Wandelns und in denen ein Krieg vor der Haustür tobe gebrauchen, hatte Licht in seiner Eröffnungsrede gemeint. Er sah sich nachträglich bestätigt und dankte allen Standhaltern, Akteuren und dem Team der Stadtverwaltung, das den Markt organisiert hatte.

Info: Drei weitere Märkte in den Ortsteilen

Die nächsten Weihnachtsmärkte
sind unter anderem in Hausen und in Gauselfingen, beide am kommenden Samstag, 6. Dezember, sowie am 13. Dezember Starzeln. Wer den Burladinger Markt verpasst hat oder einfach die Atmosphäre liebt, dem sei ein Besuch wärmstens empfohlen.