Der Burladinger Revierförster Andreas Hoh, seines Zeichens einer der vier Revierförster im „Schatzkästchen“, dem rund 4520 Hektar großen Burladinger Stadtwald, lädt Interessenten jetzt auf eine Zeitreise ein. Es geht in die Zukunft.
Wir schreiben das Jahr 2025 und längst ist der Stadt Burladingen, aber auch dem Land Baden-Württemberg klar dass, wenn es um das Überleben von vielen Hektar Forst geht, die Waldbauern noch viele Abenteuer bestehen und in ferne Welten voraus denken müssen.
Klima stresst den Wald
Denn der Klimawandel setzt den Bäumen zu. Und da hat Burladingen, immerhin der viert- oder fünftgrößte Waldbesitzer im Ländle, nicht nur eine besondere Verpflichtung, sondern auch ein ureigenes, monetäres Interesse. Denn über viele Jahre in der Vergangenheit waren die Einnahmen aus dem Holzverkauf für die Stadtkasse ein hübsches Zubrot, teilweise ging es um Summen von mehr als einer halben Million Euro.
Den Wald resistenter machen
Diese Zeiten könnten bald vorbei sein, wenn es die Forstexperten nicht schaffen, ihren Wald resistenter gegen die neuen klimatischen Bedingungen zu machen. Und das heißt, Reviere zu wappnen gegen Hitze und Trockenheit, ausgedörrte Böden und die steigende Gefahr von Waldbränden.
Revierleiter Andreas Hoh, der hauptsächlich für die Obere Alb, also Ringingen und Salmendingen, zuständig ist, will das interessierten Menschen aus der Region auch immer wieder vor Augen führen und lädt deshalb für den kommenden Freitag, 16. Mai, zu einem Waldbegang auf Ringinger Gemarkung ein. Treffpunkt ist um 17 Uhr bei der Kirche im zweitgrößten Burladinger Teilort. Im vergangenen Jahr gab es einen Rundgang in Salmendingen.
Für Enkel und Urenkel
Eine Mit-Läuferin bei dem Waldrundgang steht jetzt schon fest, die Ringinger Ortsvorsteherin Christina Dorn-Maichle. „Der Hoh macht das immer so gut“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion, denn Dorn-Maichle war schon 2024 in Salmendingen dabei. Und auch einige Male bei den Waldbegängen des Burladinger Gemeinderates, dem sie ja kraft Amtes auch angehört.
Für die Urenkel Sorge tragen
Die Dorfchefin weiß genau worum es geht: „Wir sollten dafür Sorge tragen, dass auch noch unsere Enkel und Urenkel und auch deren Nachkommen noch etwas von unserem Forst haben, dass sie gesunde Wälder vorfinden und in denen eine artenreiche Tierwelt.“ Wie das gehen soll, darüber will Revierleiter Andreas Hoh mit seinen Gästen vor Ort und unter den Bäumen des Stadtwaldes sprechen.
Es geht nach der „Jungbestandspflege“ nun über die „Weichenstellung für eine klimafähigen Wald“. Denn wenig resistente Monokulturen, Bäume, die jetzt schon absterben und künftig auf der Alb oder anderswo nicht überleben können, braucht man gar nicht mehr anzupflanzen. Welche Arten da als Ersatz in Frage kämen und was die Besonderheiten sind, wenn Reviere auf 800 oder 900 Meter Höhe liegen, darüber wird Andreas Hoh beim Waldbegang reden.