„Da herrschte mal schnell große Aufregung“, kommentiert Hausens Ortsvorsteherin Corinna Egle den Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und DRK am Sonntagabend in Hausen. Und sie lobt die Feuerwehr. Die habe „wirklich an alles gedacht“.
Das Großaufgebot an Einsatzkräften ist schnell erklärt: Anwohner hatten zunächst einen Dachstuhlbrand gemeldet. Also rückten zu den zahlreichen Einsatzwagen der Feuerwehr auch die Polizei und das DRK in entsprechender Mannstärke aus.
Vor Ort entpuppte sich der gemeldete Dachstuhlbrand aber als ein schmorendes Trafohäuschen, in dem, als es dann schließlich geöffnet wurde, der Schaden – zumindest für Laien – nicht ganz so groß aussah, sagt Egle.
Trotzdem hatte das Feuer in einigen Straßenzügen des Ortsteils die Stromversorgung erst einmal lahmgelegt. Betroffen waren die Straßen Schnaithalde, Jägerstraße, Gerberstraße, Forststraße und der Douglasienweg. Gestört waren deswegen wohl auch teilweise Telefone und Internetverbindungen.
Anwohner wurden von der Nina-App zudem über die Situation informiert und gewarnt. Der Strom, so hieß es da, werde erst in den Vormittagsstunden des Montag wieder zurückkehren.
Die Feuerwehr ging von Haus zu Haus
Die Feuerwehr, so beschreibt Rathauschefin Corinna Egle, habe aber sehr schnell reagiert und „wirklich an alles gedacht“. Die Brandbekämpfer gingen in den betroffenen Straßen von Haus zu Haus.
Es galt, vor allem Personen zu helfen, die aufgrund des Stromausfalles in eine lebensbedrohliche Situation hätten kommen können. Etwa, weil sie auf ein elektrisch betriebenes Beatmungsgerät angewiesen sind.
Sachschaden von 4 000 Euro
Tatsächlich, so sagt Egle, gibt es so einen Patienten in Hausen. Der befand sich am Sonntag allerdings nicht in seinem Haus, sondern war im Krankenhaus. Alle Anwohner wurden von der Feuerwehr noch einmal persönlich informiert und mit Tipps versorgt.
Dann, gegen 22 Uhr noch am gleichen Abend, kam der große Aha-Moment. Das Licht ging wieder an, sagt Egle. Viel schneller, als erwartet worden war. Die Polizei spricht davon, das einige Straßen kurz nach Mitternacht wieder Strom hatten. Allerdings wurde die Warnapp nicht so schnell aktualisiert.
Schaden von 4 000 Euro
Die Polizei vermeldet dazu, dass es nach derzeitigem Kenntnisstand ein technischer Defekt war, aufgrund dessen die Trafostation in der Jägerstraße zu qualmen anfing. Mehrere Anwohner hätten dann kurz nach 16.30 Uhr den Notruf gewählt.
Die Feuerwehr, sei mit neun Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten angerückt und löschte die Flammen. Die Gefahr, dass das Feuer auf umliegende Gebäude hätte übergreifen können, bestand nicht. Verletzt wurde niemand, aber der Rettungsdienst war aber vorsorglich mit 13 Einsatzkräften vor Ort. Der entstandene Sachschaden an der Trafostation beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 4 000 Euro.
Ein Sprecher der Netze BW sagt auf Anfrage unserer Redaktion zu dem Stromausfall: „Was wir dann immer versuchen, ist den Ort von der anderen Seite mit Strom zu versorgen“. Ein weiterer Pressesprecher bestätigt: „Der Entstördienst der Netze BW hat ein Aggregat zur Ersatzversorgung aufgestellt, sodass ab 22.29 Uhr alle Haushalte wieder Strom hatten.“
Momentan seien Mitarbeiter vor Ort und prüften den Schaden. Anschließend würden sie dann über die weiteren notwendigen Maßnahmen an der beschädigten Station entscheiden. Entweder werde repariert oder eine neue Station gebaut.