Bürgermeister Davide Licht mit Alexander Schülzle, Johann Locher, Karl-Moritz Kraus und Waltraud Barth-Lafargue. Alle bekamen die goldene Ehrennadel der Stadt Burladingen. Foto: Rapthel-Kieser

Endlich hat auch Burladingen wieder einen Neujahrsempfang für seine Bürger. Ein Wunsch, den der junge Bürgermeister Davide Licht dem Gemeinderat und seinen Ehrenamtlichen gern erfüllte.

Burladingen - Licht stellte bei der Veranstaltung in der Burladinger Stadthalle dann auch die gemeinsame Ehrung und Auszeichnung einiger der engagiertesten, ehrenamtlich tätigen Burladinger in den Mittelpunkt des Treffens. Jahresrück- und Ausblick hielt der Stadtchef kurz, auch die Begrüßung der Gäste.

Unter denen waren unter anderem Elisabeth und Bonita Grupp als Vertreterinnen der Firma Trigema. "Eine besondere Freude" wie das Stadtoberhaupt betonte. Er erinnerte daran, dass der große Saal der Stadthalle, in dem der Neujahrsempfang stattfand, nicht ohne Grund nach dem erfolgreichen Textilunternehmer Wolfgang Grupp benannt worden sei. Er sei eine Unternehmerpersönlichkeit, auf die die Stadt auch immer zählen könne.

Ehrenamt macht Burladingen aus

Danach waren es durchweg ehemalige Kommunalpolitiker, die schon während der Pandemie oder erst unlängst im Gemeinderat oder ihrem Ortschaftsrat jeweils offiziell verabschiedet worden waren. Trotzdem, mit der gemeinsamen, würdevollen Feier wurde an diesem ersten Neujahrsempfang seit vielen Jahren betont, was Burladingen ausmacht. Das Ehrenamt. Und alle vier bekamen die goldene Ehrennadel der Stadt verliehen.

So gab es noch einmal lange Lobreden für die ehemalige Ortsvorsteherin und Stadträtin a. D. Waltraud Barth-Lafargue aus Melchingen, den langjährigen einstigen Ortsvorsteher und Stadtrat a. D. Johann Locher aus Stetten, den einstigen FW-Stadtrat und neuen Leiter der städtischen Kita Jahnstraße, Alexander Schülzle und seinen Fraktionskollegen und vormaligen Stadtrat, den neuen Vize-Bauhof-Chef Karl-Moritz Kraus. Alle vier durften mit jeweils bewegenden und nachdenklichen Worten auf die von ihnen beackerten Felder des bürgerschaftlichen Engagements eingehen.

Burladinger genießen die Neuerung

Bereits bei der Hallenöffnung strömten viele Bürger zum Sektempfang mit Häppchen in die Halle, plauderten, tauschten sich aus und genossen es offensichtlich, endlich das zu haben, was in anderen Städten und sogar in vielen Burladinger Teilorten schon längst üblich ist: Einmal im Jahr ein großes gemeinsames Treffen im Zeichen des bürgerschaftlichen Engagements und einen gemeinsam gefeierten Rück- und Ausblick.

Im Vorjahr hatte Licht Wert darauf gelegt, dieses Treffen wenigstens erst einmal digital abzuhalten. Jetzt konnte es zum ersten Mal in Präsenz stattfinden.

Kein Neujahrsempfang – Grund für Eklat

Stadträte und Ehrenamtliche hatten sich genau dies schon vor Jahren gewünscht. Sie hatten immer mal wieder in Gemeinderatssitzungen oder auch anlässlich des Jahrestages zur Stadterhebung nach einem Stadtfest, einem Neujahrsempfang oder Bürgertreff gefragt, stießen aber bei Alt-Bürgermeister Harry Ebert auf taube Ohren. Dies hatte letztlich sogar einmal zu einem handfesten Eklat in einer der öffentlichen Sitzungen geführt.

Jetzt ist der gut besuchte und harmonisch verlaufene Bürgertreff wohl die Wiederaufnahme einer lang vernachlässigten, guten Burladinger Tradition. Vor allem auch, weil die Verlosung einer Baumpatenschaft, der Beginn eines langen Weges mit unterschiedlichsten Bäumen sein soll. Der AfD-Stadtrat und Landtagsabgeordnete hatte hier das große Los gezogen. Während Wolfgang Bastian von den burladinger malern die Verlosung mit Karl-Valentin Humor präsentierte und für viele Lacher sorgte.

Der Neujahrsempfang wurde umrahmt vom Musikverein Stetten-Hörschwag unter der Leitung von Robert Haderer. Und nach dem offiziellen Teil blieben die Besucher, so wie eingeladen, auch noch stundenlang und gesellig beisammen.