Trotz des üblichen Gedrängels beim Burladinger Narrenspiel, die Nautle halten an ihren Fasnetsplänen für 2022 fest. Archivfoto: Pfister Quelle: Unbekannt

Am "elften Elften" fand in der Zunftstube der Narrenzunft Nautle der monatliche Stammtisch statt. Dabei wurden Informationen zur kommenden Fasnet 2022 bekanntgegeben. Die Narrenzunft sagt den eigenen Umzug ab, will aber unbedingt an den Plänen für das große Fasnetsspieltreffen festhalten.

Balingen. Die 20 Mitglieder, die sich zum Nautle-Stammtisch trafen, hörten, dass sich die Zunft zu acht Umzügen angemeldet habe, von denen bislang drei abgesagt wurden. Die in Balingen, Straßberg, Truchtelfingen, Seebronn und Hayingen seien noch aktuell, betonte der Zunftmeister Josef Entreß.

Doch es werden wohl weitere Absagen kommen, vermutet er. In Pandemie-Zeiten sei alles sehr schwierig, deshalb habe die Zunft den eigenen Umzug bereits abgesagt.

"Die Schreiben sind raus", sagte Entreß. Man hätte sehr viele Anmeldungen gehabt, es wäre ein "kleines Ringtreffen" geworden. Rund 2500 Maskenträger wollten anreisen. Aber, so Entreß, allein mit den Auflagen wäre die Zunft wohl überfordert gewesen.

Medienwirksames Spektakel am 29. und 30. Januar

Mit dem Umzug einhergegangen wären auch die Stadtnarrentage, die im kommenden Jahr ebenfalls nicht stattfinden.

Festhalten will die Zunft allerdings am Fasnetsspieltreffen. Die Vorbereitung dafür sind bereits weit gediehen. Bei dem medienwirksamen Spektakel am 29. und 30. Januar werden neben dem Gastgeber auch die Freie Narrenzunft Wolfach, der Narrenverein Bettschoner Weitingen, die Burrenweible Zunft Einhart, die Narrenzunft Kißlegger Hudelmale und die Narrhalla Boll ihr Fasnetsspiel an zwei Tagen zum Besten geben.

Das Ganze soll auf dem Marktplatz stattfinden, der Sponsor BeneVit wird dort ein Testzentrum errichten. Stand heute wird die Veranstaltung nach der 3 G-Regel stattfinden. Gespielt wird auf zwei Bühnen sowie dem eigens dafür geschaffenen Tieflader der Freien Narrenzunft Wolfach, die dort die "Altweibermühle" aufführt.

Mit allerlei Ständen und Aufwärmstationen soll rund um das Rathaus gefeiert werden können. "Zur Not auch mit 2G", sagte Entreß. Die Zünfte seien in der Verantwortung­ – auf eine zweite närrische Saison in Folge aber wolle man nicht verzichten. Zwei Wochen später soll das eigentliche Fasnetsspiel stattfinden.

Gefordert sind indessen dieFasnetsspieler um den Leiter Hubert Pfister selbst: Beim Fasnetsspieltreffen wollen sie den "Staatsbesuch in Eselshausen" aufführen, mit dem sie schon im Jahr 2007 erfolgreich waren.