Mit guten und mit schlechten Nachrichten hatte der Vorstand des DRK Burladingen-Ringingen in seiner jüngsten Hauptversammlung aufzuwarten. Hier verraten wir, welche das jeweils sind.
Ganz lange schon wartet man in Burladingen darauf, dass die Rettungswache in Killer endlich aus dem Interims-Status herausfindet. Ein Neubau ist seit Langem geplant, scheiterte aber an der Finanzierungslücke. Die ist jetzt, Dank Zuschüssen, wohl überwunden.
Das konnte der Vorsitzende der Burladinger Ortsgruppe des DRK, Peter Spallinger, der ja auch Ortsvorsteher von Hörschwag ist, in seinem Jahresbericht vermelden. Derzeit, so verkündete er, werde auf dem dafür vorgesehenen Grundstück die Statik fertiggestellt, dann kann der Gemeinderat die Ausschreibung machen und wenn eine Firma gefunden ist, könne es losgehen.
Nicht nur beim DRK, sondern auch im Ort freut man sich auf den Neubau an der B32/Ecke Kirchweilerstraße, schräg gegenüber vom Gasthof Lamm. Denn die neue Wache ist so geplant, dass sie alles enthält, was das DRK für seine Helfer, seinen Wachdienst und seine Fahrzeuge so brauchen wird.
Beim MTW rieselt der Rost
Was die Fahrzeuge betrifft, kam nach dieser guten, gleich die weniger gute Nachricht. Vom alten MTW, dem Mannschaftstransportwagen, so bestätigte es auch DRK-Bereitschafts- und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Frank Löffler in seinem Bericht, riesele der Rost.
Dass das Uralt-Gefährt noch mal TÜV bekomme, sei fraglich. Löffler ist auch Gemeinderat und weiß, wie knapp die Stadt bei Kasse ist. Trotzdem hofft er zusammen mit seinem Vorstandskollegen und DRK-Vorsitzenden Peter Spallinger darauf, dass das Gremium bald grünes Licht für Zuschüsse eines neuen MTW’s gibt.
„Alleine können wir das nicht stemmen“, so Spallinger. Er erinnerte auch daran, dass das DRK zwar jeder brauche und die Retter immer mit Feuerwehr und Polizei im Einsatz sind, aber dass das DRK eben – im Gegensatz zur Feuerwehr – keine Pflichtaufgaben für die Kommune übernehme, deshalb einen anderen Status hat und auf andere Einnahmen angewiesen ist.
Altkleider werfen nichts mehr ab
Und die gehen zurück, wie der Schatzmeister und Kassenwart der DRK Ortsgruppe Joachim Heinzelmann in seinem Bericht ausführte. Nicht nur, dass angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage die Spendenbereitschaft der Bürger sinke, auch die Einnahmequelle über die Altkleidersammlungen sei quasi weggebrochen. Weil es sich nicht mehr lohne, habe die Ortsgruppe Sammeltermine abgesagt.
Erfreulich sicher, dass seit 1987, so zählte es Löffler in seinem Bericht auf, die Ortsgruppe bei den Blutspendeterminen insgesamt 19 836 Konserven gesammelt habe. Die Bereitschaft, sein Blut herzugeben, sei in der Bevölkerung wieder angewachsen, attestierte er. Dass die Jugendrotkreuzgruppe so groß ist und stetig wächst, ist in Burladingen Grund zur Freude. Davon berichtete Birgitt Bade und nannte Zahlen: Derzeit seien es 21 Kinder und Jugendliche. Selbst die Ortsgruppe wächst, kann auf 13 „Neulinge“ verweisen. Insgesamt zählt sie jetzt 90, davon 40 im aktiven Dienst.
Spulenfest finanziell „ein Reinfall“
Schriftführerin Rita Wuhrer trug detailgetreu den Jahresbericht vor, erwähnte die Feste in Ringingen und auch das Spulenfest, an dem das DRK nicht nur als Bereitschaft für den Fall des Falles, sondern auch mit einem Stand, mitwirkte.
Schatzmeister Heinzelmann rief dazwischen. „Das war ein Reinfall“, hielt er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.
Bürgermeister Davide Licht nahm es mit Humor und wollte die Kritik bei Weitem nicht auf das ganze Spulenfest verstanden wissen, sondern lediglich auf den schwierigen Standort der DRKler, umringt von anderen Essensständen.
„Das nächste Spulenfest kommt bestimmt“, so der Stadtchef, und dann suche man der Ringinger Bereitschaft einen besseren Platz für ihr Speisenangebot.