Nach monatelanger Abwesenheit, vielen Diskussionen und einem Eklat: Die Burladinger AfD-Gemeinderätin Sonia Zadikyan hat erneut einen Antrag auf Ausscheiden aus dem Gremium gestellt.
Bislang war sie noch in keiner Sitzung dabei. Und obwohl sie nie vereidigt werden konnte, gilt sie als ordentliches Mitglied des Burladinger Gemeinderates.
Und das, obwohl Sonia Zadikyan noch vor der konstituierenden Sitzung des Burladinger Gemeinderates bekannt gegeben hatte, ihr Amt nicht antreten zu wollen. Ihr Unwillen kam für die Stadtverwaltung, die eigene Partei und auch die Wähler überraschend und sorgte in so manchen Sitzungen für heftige Diskussionen, eine davon endete gar im Eklat.
Nur fünf statt der sechs Sitze
Die Burladingerin hatte mit beachtlichen 1901 Stimmen einen Ausgleichssitz für die AfD errungen, füllte ihn aber nie aus. Ihr Nachrücker aus Gauselfingen kam – weil der Gemeinderat sie nicht aus dem Ehrenamt entlassen wollte – aber auch nicht zum Zuge. Deshalb ist die AfD nur mit fünf statt der sechs Sitze die sie haben könnte, im Gremium vertreten.
Jetzt steht die Personalie Sonia Zadikyan wieder auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 30. Januar. Die Rätin macht einen zweiten Versuch, die Hängepartie zu beenden. In dem jüngsten Schreiben hat sie erneut geltend gemacht, dass sie durch die Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Fürsorge für die Familie erheblich behindert zu sein.
Die Verwaltung jedenfalls hat die Sitzungsvorlage zu diesem Tagesordnungspunkt neutral gehalten und gibt diesmal keine Empfehlung ab. „Ob ein wichtiger Grund für das Ausscheiden vorliegt, hat gem. § 16 Abs. 2 GemO der Gemeinderat zu entscheiden“, heißt es da.