Das Ärztehaus ist ein Erfolg – die Tagespflege und der ambulante Dienst im ZAR aber machen jetzt dicht. Foto: Fotos: Rapthel-Kieser

Seniorenbetreung: BeneVit schließt Ende des Monats / Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter bleiben erhalten

BeneVit-Chef Kaspar Pfister hatte es von Beginn an befürchtet. "Burladingen ist zu klein für zwei Tagespflegen", teilt er nun in einer Pressemitteilung mit. Und: Seine Tagespflege will er Ende des Monats schließen.

Burladingen/Mössingen. "Die BeneVit-Gruppe wird in Burladingen ihre Tagespflegeeinrichtung im Zentrum am Rathausplatz (ZAR) und den Ambulanten Pflegedienst zu Ende September einstellen und sich an diesem Standort ausschließlich auf das Haus Fehlatal konzentrieren", heißt es in der Verlautbarung.

Dass auch die Sozialstation St. Franziskus in der Josengasse, wenige Meter vom Zentrum am Rathausplatz entfernt, eine Erweiterung ihrer Tagespflege plant, das war seinerzeit unverhofft in die Pfisterschen Pläne für den Bau des Zentrums am Rathausplatz geplatzt. Jetzt muss sich die BeneVit, wenn es um Tagespflege und Ambulanten Dienst geht, dem alteingesessenen Unternehmen St. Franziskus geschlagen geben.

Die Personalgewinnung in der Altenpflege sei überall und für alle Anbieter ein großes Problem, auch in Burladingen. Dabei gehe es nicht nur um die Besetzung der Stellen und die dafür erforderlichen Kenntnisse.

"Das Handwerk kann man lernen, aber gute Pflege braucht mehr. Haltung, Einstellung und ein positiver Geist im Umgang mit alten und hilfebedürftigen Menschen sind gefragt. Mitarbeiter mit diesen Begabungen und Fähigkeiten zu finden, wird immer schwieriger", heißt es in der Pressemitteilung.

Und weiter: "Angesichts der Tatsache, dass erneut personelle Veränderungen in der Burladinger Tagespflege und bei BeneVit-Mobil anstehen würden, habe ich mich dazu entschlossen, beide Angebote zu beenden", sagt Kaspar Pfister, Gründer und Inhaber der BeneVit-Gruppe.

Jeder personelle Wechsel sei für alle Beteiligten sehr kräftezehrend und die Sicherstellung der Qualität der täglichen Versorgung, egal ob im Haus Fehlatal, dem ambulanten Dienst oder der Tagespflege, stehe an erster Stelle. Wenn diese in Gefahr gerate, müsse auch eine Reduzierung der Angebotspalette in Betracht gezogen werden. Dies, zumal es für beide Bereiche mit der Sozialstation Burladingen einen bewährten und guten Anbieter vor Ort gäbe, ist sich die BeneVit Gruppe sicher.

Entlassungen für die Burladinger Mitarbeiter der BeneVit wird dies nicht zur Folge haben, sichert Kaspar Pfister zu. "Unsere Mitarbeiterinnen haben durch die Schließung keinen Abbau ihrer Arbeitsplätze zu befürchten. Für die Zukunft der aufgegebenen Räume im Zentrum am Rathausplatz liegt derzeit aber noch kein Konzept vor".