Die Baustelle in der Josengasse Foto: Nowotny

Wenn es um den Ausbau des Backbone-Netzes in der Stadtmitte geht, läuft es nicht rund. Seit Wochen wohl hat die Stadt Burladingen Ärger mit den Subunternehmern der Netze BW und der Kompak.Net. wegen mangelhafter Straßenbauarbeiten.

Burladingen - "Ich bin soweit, dass wir den Bau einstellen", bekannte Bautechniker Torsten Bung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Da war es unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes und Anfragen der Freie Wähler Daniel Deuringer, Garten- und Landschaftsbauer, der das heikle Thema mit deutlichen Worten anschnitt.

Wochenlang nicht in die Pötte

Bei den Bauarbeitern zum Backbone-Netz in den Burladinger Straßen wüssten neun von zehn definitiv nicht, was sie tun, kritisierte er. Da würden Straßen aufgerissen und dann kämen die Arbeiten wochenlang "nicht in die Pötte", die Baustellen seien schlecht abgesichert und auch die Sicherheit für die Arbeiter weise krasse Mängel auf.

Dort, wo die Arbeiten fertig seien, blieben die Straßen in schlechtem Zustand, berichtete Deuringer. In der Zollernstraße und der Hirschstraße sehe es besonders schlecht aus.

"Ich stimme ihnen zu", nickte Bung den Wortbeitrag ab und Bürgermeister Davide Licht bestätigte, dass die Verwaltung seit Wochen mit der Netze BW und der Komm.Pakt.Net in Gesprächen sei. Die hätten offensichtlich Probleme mit ihren Subunternehmern. Trotz Gesprächen und Kritik: Verbessert habe sich nicht viel.

Daumenschrauben fester anziehen

Inzwischen wolle man "die Daumenschrauben" fester anziehen und zum Beispiel genauere Verdichtungsnachweise verlangen. Deuringer hakte nach. Es müsse doch auch bei öffentlichen Straßenbauarbeiten eine Abnahme geben, die man dann eben verweigern könne. Die Verwaltung stimmte zu. "Dann müssen die es halt nochmal machen", kommentierte Torsten Bung. Und würde die Situation sich nicht bessern, würde der Bau erst einmal eingestellt.