Das Baugebiet in Ringingen wird endlich erweitert. Bauwillige warten seit langer Zeit auf den Beginn von Haupt VI. Fotos: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Haushalt 2021: Ringingens Ortsvorsteherin Dorn-Maichle über Streichungen, Herzenswünsche und familiären Zusammenhalt

Als es um den Haushaltsplan 2021 der Stadt Burladingen ging, haben viele Teilorte die schmerzlichen Sparmaßnahmen beklagt. In Ringingen, dem zweitgrößten Ortsteil, ist man so unzufrieden nicht. Die Rathauschefin zeigt Verständnis.

Burladingen-Ringingen. Im Gespräch mit unserer Zeitung lässt die Ortsvorsteherin Christina Dorn-Maichle keinen Zweifel daran: "Es musste viel gestrichen werden, das ist wahr. Aber dass aufgrund der angespannten Finanzsituation diese Streichungen nötig waren, ist eben auch eine Tatsache", räumt sie freimütig ein.

Ringingen könne sich jedoch in diesem Jahr freuen, betont sie, denn drei lang gehegte Herzenswünsche des Ortsteiles gingen in Erfüllung. So könne der lang geplante und seit Jahren angekündigte Anbau ans Feuerwehrhaus, das unter der Festhalle eingebaut ist, beginnen und dann voraussichtlich im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Das Balinger Ingenieurbüro Riesener, das schon vor einigen Jahren den Burladinger Feuerwehrbedarfsplan erstellt hat, hatte damals empfohlen, dass in Ringingen die Einsatzwagen der Feuerwehr in eine weitere Halle ausgelagert werden sollen. Erst dann könnten im bestehenden Feuerwehrhaus die sanitären Anlagen erweitert und renoviert und auch die Umkleidekabinen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Bislang fehlt es an Platz und an Schränken. Auch der Anschluss der Wehr ans schnelle Internet wurde im Bedarfsplan seinerzeit empfohlen. Jetzt soll der Anbau, direkt daneben im Hof, beginnen.

Auch nicht privilegierte Landwirte bald am Zug

"Die Feuerwehr-Kameraden wird das freuen, denn ihr sehr beengtes, in die Jahre gekommenes Domizil bedarf dieser Veränderung ganz dringend", sagt die Rathauschefin. Und: "Nicht weniger stark war der Wunsch, dass das Baugebiet Haupt VI endlich kommt. Etliche Bauwillige warten nun schon seit Jahren darauf, in Ringingen ihr Eigenheim bauen und dauerhaft ansässig werden zu können. Auch dieses Projekt kann dieses Jahr noch begonnen werden", freut sich Dorn-Maichle. "Auch im Schuppengebiet Mettwinkel geht etwas. Das geplante Schuppengebiet für nicht privilegierte Landwirte soll ebenfalls in Angriff genommen werden", kommentiert sie den diesjährigen Haushaltsplan der Stadt Burladingen.

"Wenn Kinder sich einig sind, schafft man es"

Natürlich hätten auch in Ringingen Wünsche gestrichen werden müssen. So wurden die Urnenstelen für den Friedhof auf das nächste Jahr verschoben. Die Kanalsanierung, die für dieses Jahr geplant war, wird ebenfalls voraussichtlich erst im kommenden Jahr stattfinden.

"Aber es können einfach nicht alle Wünsche erfüllt werden. Wenn eine Mutter zehn Kinder hat, muss sie versuchen, allen gerecht zu werden und gerecht zu verteilen. Dies ist auch in diesem Falle so", sagt die Ortsvorsteherin. Aber wenn die Kinder sich einig seien, bewältige man auch schwierige Situationen, betont Dorn-Maichle in Anspielung auf die neun Burladinger Ortsteile und den Stadtkern und beschwört damit auch den Zusammenhalt in der Gesamststadt.

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