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Burladingen Was das "Dreckswasser" so kostet

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Die Kläranlage der Stadt Burladingen braucht zwei neue Rücklaufschlammpumpen. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Der Burladinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Gebühren für Abwasser und Niederschlagswasser zum 1. Januar 2019 erhöht. Ziel ist es, eine Kostendeckung zu erreichen. Die Grundgebühr in Höhe von fünf Euro pro Monat bleibt gleich.

Burladingen. Rund 3,2 Millionen Euro hat die Stadt Burladingen im Bereich Abwasser im Jahr 2017 ausgegeben, 3,37 Millionen waren es im Jahr davor. Die Grundgebühr wurde 2016 eingeführt und hat nicht nur ein Stück Gebührengerechtigkeit hergestellt, sondern, so heißt es in der schriftlichen Vorlage für die Räte, "sich positiv auf das Gesamtergebnis im Abwasserbereich ausgewirkt". Sie wird deshalb beibehalten.

Derzeit bezahlen Burladinger 2,85 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser, im kommenden Jahr werden es 2,97 Euro sein. Die Preise für die nassverarbeitende Industrie steigen von 2,24 Euro auf 2,57 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr hingegen sinkt von 0,52 auf 0,48 Euro pro Kubikmeter.

Josef Pfister von der CDU betonte, dass derlei Erhöhungen für die Bürger oft undurchsichtig seien, aber das ausgeklügelte Zahlenwerke mit Kalkulationen und Berechnungen dahinter stünden. Tatsächlich hatten die Räte vom Planungsbüro Heyder und Partner ein 62-seitiges Zahlenwerk mit der Gebührenkalkulation für die Haushaltsjahre 2019 bis 2021 vorgelegt bekommen. Man sei mit der Gebührenerhöhung, so Karl-Moritz Kraus von den Freien Wählern, "bewusst nicht an die Obergrenze des Möglichen gegangen", denn es müsse für den Bürger erträglich bleiben.

Dass die Kosten für Abwasser ständig im Auge behalten, Einnahmen durch Gebühren alle drei Jahre nachjustiert werden müssen, wurde einige Minuten später deutlich.

Der Gemeinderat genehmigte Ausgaben in Höhe von rund 93 000 Euro für die Burladinger Kläranlage, die dringend zwei neue Rücklaufschlammpumpen benötigt.

Pumpen drohen auszufallen

Die alten Pumpen, so informierte der Erste Beigeordnete Berthold Wiesner die Räte, seien aus dem Jahr 1978, total verschlissen und drohen wegen Lagerschaden und Lochfraß jeden Moment auszufallen. Die neuen Pumpen kosten 57 426 Euro, für Lieferung und Montagearbeiten fallen weitere 20 000 Euro an, die Ingenieurskosten liegen bei rund 15000 Euro.

Im kommenden Jahr, so bereitete Wiesner die Räte vor, stehe die Sanierung des Nachklärbeckens der Kläranlage an, was den Stadtsäckel mit rund 400 000 Euro belasten werde. "Da kommen Millionenbeträge auf uns zu", gab der Stadtkämmer zum Thema zu bedenken.

Die Menge des Schmutzwasser wird an der Menge des verbrauchten Frischwassers gemessen. Die Menge des Niederschlagswassers hingegen wird nach der Größe der bebauten und versiegelten Fläche – wie etwa Stellplätze oder Terrassen – kalkuliert und dann in Rechnung gestellt.

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