Die "Leck-mich-am-***-Maske" mit offener Nase für verbessertes Atmen, "made in Hausen". Fotos: Pfister Foto: Schwarzwälder Bote

Maskenchallenge: Bei den Narren Hausen, den Musikern aus Ringingen und der Salmendinger LuKa sprüht die Kreativität

Burladingen. (hp). Klappe auf für die nächste Runde der Maskenchallenge. An den Start gingen die Narrenzunft Hausen, der Musikverein Riningen und die LuKa Salmendingen.

Narrenzunft Hausen

Weil die Tasche der Narrenzunft Starzeln keinen "Impfstoff" enthielt, wollte sie das Matzenbacherweib der alten Hausierertradition folgend einfach verkaufen. Nicht gerade begeistert zeigte sich das Matzenbachweib alias Elke Girra, als sich der Zunftmeister Timo Giovanniello meldete.

Sie solle die Tasche am Rathaus holen, mit der die Narrenzunft von den Kollegen in Starzeln nominiert worden waren. Am Rathaus angekommen, stellte sie fest, dass die Tasche keinen "Impfstoff" enthält. Mangels Fähigkeiten zum Nähen kam folglich die Überlegung auf, die Tasche einfach zu verkaufen. So zog die Matzenbacherin von Haus zu Haus und wollte die Sachen zu Geld machen, bis sie vom "Baisa Weib" Timo Giovanniello eingeholt wurde. Der hatte mittlerweile mitbekommen, dass die Matzenbacherin durchs Dorf zog und die Tasche versilbern wollte, was ihr eine Rüge des Zunftmeisters einbrachte.

Der erinnerte sich daran, dass sein Opa des Nähens mächtig ist und zog nach Burladingen. Hans Günther und Adelheid Heeren zauberten für die Zunft dann drei prächtige Exemplare. "Die Anony-musmaske mit Haaren auf der Zunge", die "Leck-mich-am-*****Maske" und die "Corona-Einkaufsmaske" mit Scheuklappen für den sparsamen Einkauf. Dann wurde für die Nächsten gepackt: Die Schachtel mit Stroh, Handschuhen, Kochlöffel, Theaterflyer und vielem mehr bleibt im Ort und geht schnurstracks zum Züchterheim der Kleintierzüchter Hausen. Freilich liegt noch ein "Birnenimpfstoff" anbei, was zugleich mit einem augenzwinkernden Seitenhieb nach Star-zeln verbunden ist.

Musikverein Ringingen

Wüsste man’s nicht anders, dann wär’ der Musikverein Ringingen beim Absolvieren der Maskenchallenge durchaus als Gesangverein durchgegangen. Aber vermutlich färbte das Gesangstalent bei der Nominierung durch den Männergesangverein Killer ab.

Der Vorsitzende des Musikvereins, Matthias Schuler, sah sich jedenfalls den Inhalt des Pakets an und beorderte am hellen Sonntagmorgen die Musiker Wolfgang Dieter und Josef Nadler zu sich.

Nach der gesanglichen Einlage "So wie es früher war…" gab’s erstmal einen "Corona-Killer". Mit dem Paket unter dem Arm zogen die Beiden über "Helschla" hin zu den Näherinnen Maria und Sabine. Dort gab es die Gesangseinlagen Nummer zwei und drei. Nach dem erneuten Genuss des "Corona-Killers" trällerten die Näherinnen nach dem beigelegten Notenblatt während der Arbeit den "Bajazzo". Und auch die beigelegte Beitrittserklärung wurde brav ausgefüllt. Und zwar auf die vier Ms (Matthias, Matthias, Markus und Meinrad).

Dann brachte Sabine das vollendete Werk in eine Gartenlaube, wo Wolfgang und Josef dem Gerstensaft frönten. In der Nähwerkstatt waren "Die legere Maske m/w/d", "Für den Herren: Die Krawatten-Schal-Kombi" und die "LGBTO Kopftuchmaske" entstanden. Dann wurde ein ganzer Instrumentenkoffer vollgepackt, und obendrauf gab es die "Ringinger Hopfengönnung", weil die Stettemer, so Wolfgang Dieter, immer sagen, sie wären unterhopft. Denn der "musikalische Gruß" ging übers Kirchholz zum Stettemer Albverein, der in Runde zwölf ran darf.

LuKa Salmendingen

In Runde zehn der von Bürgermeister Davide Licht losgetretenen Maskenchallenge wurde die LuKa Salmendingen von der Narrhalla Klein-Berlin Melchingen nominiert. Und das am Wahlsonntag!Der LuKa-Chef und stellvertretende Ortsvorsteher Norwin "Norre" Mössmer war schon angst und bang geworden: Wollen die Melchingen womöglich bei uns wählen? Fehlanzeige. Sie brachten eine Tüte mit Wimpeln, Konfetti, Kamellen und allerlei anderem vorbei, um die LuKa zu nominieren. Pragmatisch eilte Norre zu Kollegin Anja, im Hinterkopf, dass deren Mutter Magda ein Ass an der Nähmaschine ist.

Flugs nähte sie aus den Wimpeln drei Masken, die dann an die Mitglieder Patrick Amigo, Norbert Zeller und Corina Straubinger zum Verzieren weiterverteilt wurden. Mit Konfetti, Bonbons und Anstecker wurden die Arbeiten vollendet. Nach gelöster Aufgabe stellte sich die Frage: Wen nominieren?

Einmal wollte man die Challenge noch im Dorf lassen und entschied sich für den Musikverein. Einer der Vorsitzenden wurde bei Arbeiten am Schlepper überrascht. Daniel Stopper nahm Lumpen-T-Shirt, Lumpenhose, Mützen, Buttons, Bändel, ein Notenblatt und freilich eine Flasche Ramazotti – das Getränk der LuKa – entgegen und die Maskenchallenge an.

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