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Burladingen Vom Wegdrucken und Wegducken

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Wo in Burladingen Windkraftanlagen stehen könnten, ist sehr umstritten. In Ringingen gibt es viele kritische Stimmen zu dem Thema. Foto: Przykuta Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Erika Rapthel-Kieser

Burladingen-Ringingen. Engagiert und energiegeladen war im jüngsten Ringinger Ortschaftsrat die Diskussion um die künftigen Standorte für Windkraftanlagen auf Burladinger Gemarkung.

Eine Anfrage der Sonnenbühler Firma Sowitec hatte die kontrovers geführte Debatte ausgelöst. Sowitec will für ein halbes Jahr im Ringinger Gewann Hautenwies eine Windmessanlage installieren, zehn auf zehn Meter groß aber sehr flach, um möglichst aussagekräftige Daten über die Windhäufigkeit in dem Gebiet zu haben.

Es ist eines der wenigen und mittlerweile stark zurecht gestutzten Gebiete, die im städtischen Prozess zur Ausweisung eines verbindlichen Teilflächennutzungsplans Windkraft übrig geblieben sind. Immer noch im Gespräch ist das Gebiet Küche bei Hermannsdorf, wo die Anlieger gegen die Windkraft mobil machen und das Gewann "Telle" zwischen Stetten und Melchingen.

Andere Gebiete sind wegen Naturschutzbedenken, Wasserschutzrichtlinien, landwirtschaftlicher Belange oder zu nahen Wohngebieten längst herausgefallen. Sollte die Stadt den Teilflächennutzungsplan nicht aufgestellt bekommen, droht Rotoren-Wildwuchs. Dann könnten Besitzer privater Grundstücke ihr Gelände, wenn es geeignet ist, an Windparkfirmen vermieten oder verkaufen.

Einem Teil der Ringinger Räte stößt sauer auf, dass es den Hermannsdorfer Küche-Anliegern mit ihrem Protest und mit Hilfe eines externen Gutachters zu gelingen scheint, die Windkraft "einfach wegzudrucken" wie eine Rätin es befürchtet. Drastisch formulierte es Ortschaftsrat Rainer Maier: "Und Ringingen soll wieder die ganze Scheiße schlucken". Ortsvorsteher Dieter Arnold verlas zudem einen Brief des Ringingers Sebastian Nadler, der den Seeheimer Berg als viel geeignetere Fläche empfahl.

Ortschaftsrat Markus Weiß warnte davor, "in die Polarisierung zu verfallen" und es war Karl-Moritz Kraus, der die Debatte auch aus dem Gemeinderat kennt, der zur Besonnenheit aufrief: Die Windkraft sei politisch gewollt und es helfe nicht, sich einfach "wegzuducken". Strom wolle schließlich jeder und so müsse man seinen Teil an der Energieproduktion auch mittragen. Arnold und der Gemeinderat Friedemann Mutscheler gaben zu bedenken, dass noch nichts wirklich entschieden sei, dass man abwarten müsse, ob die Sowitec-Messungen überhaupt ergeben, dass Windräder im Hautenwies Sinn machen. Vor allem, da der Platz inzwischen nur noch für maximal drei statt der ursprünglich geplanten acht bis elf Rotoren ausreicht.

Die Ortschaftsräte beschlossen mehrheitlich Sowitec die Messung zu gestatten. Nur Rainer Maier stimmte dagegen. Ein anwesender Bürger meldete sich dazu in der Bürgerfragestunde zu Wort: "Das kommt nie, das kann ich Euch jetzt schon sagen. Viel zu unrentabel."

 
 

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