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Burladingen Viel Schwalben-Nachwuchs in Hausen

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Mitglieder der Vogelfreunde Hausen haben unter der Federführung und Mithilfe von Ortsvorsteher Erwin Staiger bei der Turnhalle ein Schwalbenhaus zusammengebaut und aufgestellt. Foto: Pfister

Burladingen-Hausen - Das Schwalbenhaus in Hausen erfreut sich großer Beliebtheit. 39 Bruten wurden dieses Jahr gezählt. Da das Schwalbenhaus so gut angenommen wird, ruft es auch immer wieder bekannte Ornithologen auf den Plan.

Gut 500 Schwalben seien gerade in der Luft, mutmaßt Jürgen Wuhrer, stellvertretender Vorsitzender der Vogelfreunde Hausen. Er und sein Vater Günther sind nahezu jeden Tag beim Schwalbenhaus und schauen nach dem Rechten. Heute mit dabei ist Dieter Haas, bekannter Ornithologe aus Pfeffingen, Verfasser mehrerer Bücher und unter anderem Befürworter für die Ansiedelung von Geiern. Er ist auf der Suche nach zwei Hybriden, die Jürgen Wuhrer ausfindig gemacht hat – der Vater Rauchschwalbe, die Mutter Meerschwalbe.

Im Jahr 2015 wurde das Schwalbenhaus beim Hausener Feuerwehrhaus aufgestellt und schon nach nicht einmal zwei Monaten Standzeit waren bereits vier Schwalbenpärchen eingezogen, was in Insiderkreisen schon als kleine Sensation galt, wurden andere Häuser in Baden-Württemberg erst nach zwei bis drei Jahren oder gar nicht angenommen.

160 Jungvögel im Schwalbenhaus

An Vatertag wurden bereits zwölf Paare gezählt und diesen Sommer zählte Jürgen Wuhrer 26 Erstbruten und 13 Zweitbruten, was seiner Schätzung nach rund 160 Jungvögel ausmacht. Der Erfolg liegt vor allem am hervorragenden Standort, an dem das Schwalbenaufkommen schon immer sehr groß war, und den der Ortschaftsrat Hausen zur Verfügung gestellt hat. Hier ist dank des benachbarten Bauernhofs und weidender Kühe ein reiches Nahrungsangebot vorhanden.

Seit kurzem stellen Jürgen und Günther Wuhrer zusammen mit Bernd Sontheim auch Schwalbennester selbst her. Hans Mohr aus Rupertshofen hat einst tausende dieser Kunstnester hergestellt und aufgehängt und für seine Tätigkeit auch das Bundesverdienstkreuz erhalten. Mittlerweile 83-jährig lässt das Alter die Tätigkeit nicht mehr zu und Mohr hat in den Vogelzüchtern aus Hausen geeignete Nachfolger gefunden. Jürgen und Günther Wuhrer haben von Mohr das Wissen über die richtige Mischung sowie die Formen erhalten. Über hundert Kunstnester haben sie bereits fertiggestellt.

Ein Schwalbenhaus ist beispielsweise eine gute Ausgleichsmaßnahme für Baugebiete oder Firmenbauten. Naturnester hingegen findet man immer seltener, da das geeignete Nistmaterial fehlt.

 Mitglieder der Vogelfreunde Hausen haben unter der Federführung und Mithilfe von Ortsvorsteher Erwin Staiger bei der Turnhalle ein Schwalbenhaus zusammengebaut und aufgestellt. Geholfen haben dabei der Nabu-Kreisverband und die Haigerlocher Ortsgruppe sowie die Unterstützung durch Sponsoren.

 Einige Mitglieder der Vogelfreunde bauten in der Werkstatt der Familie Riehle das als Bausatz gelieferte Schwalbenhaus zusammen. Gut 150 Arbeitsstunden waren zu leisten bis das rund 500 kg schwere Haus mit Hilfe von schwerem Gerät auf den fünf Meter hohen, im Boden einbetonierten Stahlmasten aufgesetzt werden konnte.

 Das Schwalbenhaus bietet mit 48 vorgefertigten Schalen Nisthilfen für ebenso viele Mehlschwalbenpaare, die sich immer schwerer tun, das Baumaterial für eigene Nester zu finden.

 Schon im Altertum wurden Schwalben als heilig angesehen. Im Mittelalter wurden Schwalben als Glücksbringer und Frühlingsboten verehrt. Bei der ländlichen Bevölkerung konnte man sich Haus und Hof nicht ohne die segelnden Frühlingsboten vorstellen.

 
 

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