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Burladingen Unvergessen: die 3,85 Meter lange Riesenwurst

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Lang ist das her: Matthias Jauch spielt auf der Ziehharmonika. Fotos: Pfister Foto: Schwarzwälder Bote

Ein traditionsreiches Haus war auch die "Rose" in Burladingen. Aus gesundheitlichen Gründen und mangels Nachfolge schlossen die letzten Wirtsleute Agnes und Matthias Jauch 1998 die Wirtshaustüre hinter sich zu.

Burladingen. 1926 kauften die Großeltern des letzten Rosen-Wirts Matthias Jauch, Anton und Maria Schülzle geborene Rieber, die Rose, die sie bis 1949 leiteten. Das Gasthaus wurde 1927 umgebaut. 1949 übergaben sie das Lokal an Tochter Agatha und ihren Mann Matthias, der, noch nicht einmal 50-jährig, ein Jahr später starb.

Von einer "Rose" in die andere "Rose"

Ab da mussten die Kinder Benedikt, Matthias und Maria eifrig mithelfen. 1959 heiratete Matthias Jauch die Wirtstochter Agnes Elser aus der Ringinger "Rose", die Burladinger "Rose" wurde umgebaut und ein Jahr später von den beiden übernommen. Es begann eine Blütezeit der "Rose". Das Gasthaus war für seine gut bürgerlicher Küche bekannt, und das zu kleinen Preisen. Die Textilindustrie blühte damals, und täglich gingen an die 50 Mittagessen an Beschäftigte über den Tresen.

Besonders beliebt und bekannt war die Schlachtplatte in der "Rose". Stammtischausflüge führten unter anderem nach Paris, Monaco und Wien. Bis in die 1970er-Jahre hinein wurde am Sonntagabend in der "Rose" gesungen, oft bis weit nach Mitternacht. Die Sänger wurden von Matthias Jauch auf der Ziehharmonika begleitet.

Viele Vereine hatten das Gasthaus zu ihrem Vereinslokal auserkoren. So auch die Musikkapelle, der Schützenverein und der Kirchenchor, der bis zuletzt einmal im Monat den "Rosen-Mittwoch" abhielt.

Das Stück reichte einmal um den Stammtisch

Viele Geburtstage, Jahrgangsfeiern und Weiße Sonntage wurden in dem Lokal gefeiert, an der Fasnet gab es viele Hausbälle, und "Maschgera" waren immer gern gesehen.

Unter den zahlreichen Anekdoten, die sich um die Rose rankten, bleibt die von der riesigen Schinkenwurst des Ringinger Metzgermeisters Neser unvergessen. 16 Pfund schwer war die Wurst, 3,85 Meter lang, und sie reichte einmal außen rund um den Stammtisch. Jeder Stammgast verdrückte dann das Teil, das an seinem Platz lag.

1998 schlossen Agnes und Matthias Jauch die "Rose" aus gesundheitlichen Gründen und mangels eines Nachfolgers.

Matthias Jauch starb im Jahr 2015 nach längerer Krankheit – und trotzdem überraschend – im Alter von 84 Jahren. Zwei Jahre später folgte ihm seine Frau Agnes. Sie wurde 89 Jahre alt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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