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Burladingen Trauer um ehemaligen Ortsvorsteher

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Ringingen trauert um den ehemaligen Ortsvorsteher Magnus Reich. (Symbolfoto) Foto: dpa

Empfingen/Burladingen-Ringingen - Dass der einstige Ortsvorsteher, Schulleiter und Förderer der Vereine Magnus Reich tot in seinem Garten gefunden wurde, hat viele Ringinger geschockt. Denn fast alle kannten den 77-jährigen persönlich. Er wird am kommenden Freitag im Familienkreise zu Grabe getragen, die Trauerfeier ist um 14 Uhr in der Martinskirche.

Obwohl er kein gebürtiger Ringinger war, gelang dem ruhigen, belesenen und ausgesprochen höflichen Mann was vielen "Reingeschmeckten" zeitlebens verwehrt bleibt. Die Älbler betrachten ihn längst als einen der ihren.

Sohn einer Kriegswitwe

Geboren wurde Magnus Reich 1942 in Empfingen, wuchs als Sohn einer Kriegerwitwe auf. Obwohl der Vater fehlte, prägte der Zusammenhalt in der großen Verwandtschaft den jungen Mann. Nachdem er die Grundschule abgeschlossen hatte, besuchte er das Sulzer Gymnasium. Eine Mitschülerin, Sigrid Lauffer, fiel ihm da besonders auf. Die beiden wurden ein Paar, besuchten gemeinsam die Pädagogische Hochschule in Reutlingen und heirateten.

Ihr Sohn Michael erblickte 1965 das Licht der Welt. Nicht nur privat, auch beruflich arbeiteten Sigrid und Magnus Reich eng zusammen. Beide unterrichteten ab 1967 die Grundschulklassen in Ringingen und zogen deshalb auf die Alb. Generationen von Schülern hat Reich so geprägt und obwohl die Ringinger Grundschule 1975 geschlossen wurde, kam zwölf Jahre später die Reform der Reform, die Schule wurde wieder geöffnet und Reich nach einem Zwischenspiel als Lehrer in Burladingen und Stetten der Schulleiter.

Auch das Amt des Ortsvorstehers hatte er zu dieser Zeit bereits inne. Die Rathausgeschäfte hatten die Ortschaftsräte 1984 in seine Hände gelegt. Zehn Jahre war Reich Ortsvorsteher und prägte nicht nur Schüler, sondern auch die Albgemeinde. Weil er gerne sang und Musik sowie gute Literatur zu seinen Hobbys gehörten, war Reich nach zehn Jahren in Ringingen auch den Burladinger Sängerfreunden beigetreten, wurde schließlich ihr Vorsitzender.

Dem Sportverein hatte sich der Lehrer und Hobbysänger gleich nach seiner Ansiedlung in Ringingen angeschlossen, als Torwart und Spieler, schließlich auch als Trainer. Meist rekrutierte der Junglehrer und erfahrene Fußballer die Nachwuchskicker gleich im Unterricht. Der Ringinger Fußball feierte dank der modernen Trainings- und Spielmethoden, die Reich mit ins Albdorf gebracht hatte, viele Erfolge. Für all jene, die ihn kannten, für die Vereine, für die sich Magnus Reich engagierte, aber vor allem für seine Familie, zu der mittlerweile auch zwei Enkeltöchter zählen, ist sein Tod ein Schock und kam unerwartet.

Dass jetzt so viele Menschen sich an ihn erinnern, dass er ihr Leben positiv beeinflusst hat und sie ihn zeitlebens hoch schätzten, mag den Hinterbliebenen ein Trost sein.

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