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Burladingen Seniorenheim für Hunde und Katzen: Vorsitzende im Interview

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Die Vorsitzende des Vereins Pfotenengel, Sandra Topler, plant ein Seniorenheim für in Not geratene Hunde und Katzen. Das letzte Haus im Engeleswies in Hausen (Bild links) wäre mit zwei Geschossen und zwei Wohnungen darin sowie einer alten Scheune samt 3000 Quadratmeter Gelände ideal – sagt Sandra Topler. Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen-Hausen - Idyllisch ist im Engeleswies in Hausen nur noch der Name. Seit in der Ortschaftsratsitzung bekannt wurde, dass der Verein Pfotenengel Zollernalb im letzten Haus der Sackgasse ein Seniorenheim für in Not geratene Hunde und Katzen plant, ist es mit dem himmlischen Frieden in der Nachbarschaft vorbei. Die Anlieger wollen das Projekt nicht haben. Unsere Zeitung sprach mit der Vorsitzenden des Vereins, der Antragstellerin Sandra Topler, über die Hintergründe.

Frau Topler, kaum dass sie für ihren Verein eine Bauvoranfrage für einen Zaun rund ums Seniorenheim für alte Hunde und Katzen in Hausen gestellt haben, melden sich Anlieger in der Bürgerfragestunde zu Wort, und in unserer Zeitung gibt es eine Leserbriefdiskussion. Verstehen Sie die ganze Aufregung?

Aufregung und Nachfragen wären ja in Ordnung, aber das Verbreiten von Unterstellungen hat mit Aufregen nichts mehr zu tun. Ohne genaue Hintergründe und Informationen wird sofort versucht, alles Neue schlecht zu machen und aus dem Ort fernzuhalten.

Was ist denn das Ansinnen ihres Vereins, warum ist das so neu?

Wir helfen hauptsächlich älteren Menschen und deren Tiere, die in eine Notsituation geraten. Sei es durch Krankheit, den Umzug ins Pflegeheim oder im schlimmsten Fall dem Tod. Die meist älteren Tiere finden bei uns kurzfristig oder auch für immer eine artgerechte Unterkunft. Das bedeutet ein Leben in Haus und Garten und nicht in einem Zwinger.

Ist eine Einrichtung, wie Sie sie in Hausen planen, mit einem Tierheim vergleichbar?

Nein, das ist nicht vergleichbar, weil unsere Schützlinge nicht im Zwinger gehalten werden, sondern in Pflegestellen ganz normal im Leben integriert sind. Ältere Hunde leben zum Beispiel dann auch bei älteren Menschen in Pflege.

Warum wäre das Haus im Engeleswies in Hausen für ihre Zwecke ideal?

Das Platzangebot im Haus ermöglicht uns zum Beispiel, für Katzen große Gemeinschaftsräume zu verwirklichen, in denen sie sich in Gruppen aufhalten können und in denen auch Besucher sich manchmal gut reinsetzen können. Die Räume und das Grundstück sind auch für ältere, gehbehinderte Menschen leicht zu besuchen, selbst mit Rollstuhl kann man sich zwischen die Tiere setzen, um sich zu beschäftigen. Im dann eingezäunten Grundstück können die älteren Hunde ungezwungen umherlaufen, solang auch Besucher vor Ort sind. So ergibt sich vielleicht die eine oder andere Freundschaft fürs weitere Leben. Es soll eine Begegnungsstätte werden, ein Ort, wo tierliebe Menschen sich mit bedürftigen Hunden und Katzen beschäftigen können.

Mit welchen Argumenten hoffen Sie denn, die Anlieger und den Ortschaftsrat von Hausen von ihrer guten Sache noch überzeugen zu können?

Es soll eine Begegnungsstätte werden für tierliebe Menschen jeden Alters, die zum Beispiel auch krankheitsbedingt keine Tiere halten können. Aber über Patenschaften bei uns können sie sich stundenweise um ein Tier ihrer Wahl kümmern. Ältere Tierbesitzer, die niemanden für ihre Tiere haben, wenn es zu einem Notfall kommt, könnten uns hier besuchen, das Projekt kennenlernen und uns im Notfall dann kontaktieren. Das ist eine Beruhigung und Sicherheit für Senioren, die sich oft fragen: ›Was wird aus meinem vierbeinigen Freund, wenn mit mir mal was ist?‹ In diesem Haus in Engelswies wollen wir auch Besuche von Seniorenheimen realisieren, das kann dann an diesem Ort genau so regelmäßig stattfinden wie die Besuche von Schulen und Kindergärten. Denn es werden hier keine gefährlichen und unkontrollierbaren Hunde und Katzen in Käfigen gehalten, sondern alte Hunde und Katzen, die sich über liebevolle Besucher freuen. Wer sich die Mühe macht und unseren Verein kennenlernt, wird sehen, dass es eine andere Art Tierschutz ist, die wir betreiben, aber leider notwendig, da es immer mehr einsame Menschen mit und ohne Tiere gibt.

Und wenn Sie die Entscheidungsträger nicht überzeugen können?

Da mach ich mir noch keine Gedanken darüber.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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