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Burladingen Schlagabtausch wegen AfD-Antrag im Gemeinderat

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Lieferten sich am Dienstagabend einen Schlagabtausch zum Thema Maskenantrag: Joachim Steyer der Vorsitzende der AfD-Fraktion (links) und Michael Eisele, Fraktionsvorsitzender der CDU (stehend). Foto: Rapthel-Kieser

Burladingen - Es war die erste Gemeinderatsitzung nach Wochen – und schon war richtig Leben in der Bude: Joachim Steyer, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Gemeinderat Burladingen, ergriff unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes", ganz zum Ende der Sitzung, das Wort und führte bittere Klage gegen die – wie er es nannte – "Altparteien".

Sie hätten einen Antrag, den die AfD am 17. April bereits gestellt hatte, "kaputt geredet". Masken für alle Senioren von der Stadt hatten die Rechtskonservativen gefordert, hatten sogar bei der heimischen Firma "Trigema" um Maskenspenden gebeten – und nie eine Antwort bekommen.

Von der Verwaltuung übrigens auch nicht, rügte Steyer und klagte, der Antrag habe nur einen Fehler gehabt, er sei eben von der AfD gekommen. Und deswegen hätten die anderen Fraktionen einen "Kleinkrieg" geführt und ganz vergessen, dass doch alle Gemeinderäte einen Eid geschworen hätten, immer zum Wohle der Bevölkerung zu entscheiden.

Es war der junge Fraktionsvorsitzende Michael Eisele, der sich für die sogenannte "Altpartei" der Christdemokraten ans Mikrofon und sich Steyer gegenüber stellte. Die CDU habe in solch einem Antrag nach dem "Gießkannenprinzip" wenig Sinn gesehen, betonte er.

Eisele: Zu diesem Zeitpunkt ist das Tragen von Masken noch gar nicht empfohlen worden

Zu diesem Zeitpunkt hätte das Robert-Koch-Institut auch noch nicht wirklich das Tragen von Masken empfohlen, und außerdem hätten sich viele Senioren selber welche genäht oder seien schon von Angehörigen mit Masken versorgt worden, entgegnete Michael Eisele dem Klage führenden Steyer. Er betonte überdies, dass die AfD – auf Rückfrgen seiner Fraktion – bislang eine Antwort schuldig geblieben sei.

Auch Alexander Schülzle, Chef der Freien Wähler, ergriff das Wort und erinnerte Steyer daran, wer denn zum Zeitpunkt der Antragstellung noch Bürgermeister im Rathaus gewesen sei. Außerdem hätten die AfD’ler nie einen Finanzierungsvorschlag für ihre Idee "Masken für alle Senioren", vorgelegt, so wie man es tun müsse, wenn man Außerplanmäßiges durchsetzen möchte. "Es hat seinerzeit online einfach eine demokratische Diskussion um ihren Antrag gegeben, und Sie haben keine Mehrheit bekommen", winkte Schülzle schulterzuckend ab.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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