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Burladingen Rund um den Globus wird geforscht

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Thomas Hummel aus Frommern begeisterte die Besucher für Elektroautos. Foto: Bender Foto: Schwarzwälder Bote

Die Interessenten, die sich im Bahnhofsaal einfanden, beschäftigten sich durchaus kritisch mit dem Thema Elektromobilität. Allerdings war nur einer tatsächlich mit einem E-Auto angereist, nämlich Thomas Hummel aus Balingen-Frommern. Hummel kandidiert in seinem Wahlkreis für Ortschaftsrat, Gemeinderat und Kreistag und ging aufs Thema ein.

Burladingen. Als Praktiker und nicht als Theoretiker erläuterte Hummel auf Einladung der Burladinger Grünen-Vorsitzenden Stefan Businger und Peter Thriemer den Fahrspaß mit Energie aus der Steckdose. Seit drei Jahren besitzt die Familie Hummel nun schon zwei Elektroautos und ist total begeistert. "Nach der ersten Probefahrt war es um mich geschehen", blickte der 45-jährige Familienvater zurück. Acht Monate lang hatte er in der Folge ein E-Auto gemietet, um die Wartezeit bis zur Auslieferung seines Hyundai Ionic zu überbrücken. Und deshalb lautete auch die erste Empfehlung an die Besucher, zunächst ein solches Auto zu mieten, um zu sehen, ob es das richtige ist, bevor man sich zum Kauf entschließt.

Und überhaupt solle man sich vorher gut informieren. Schließlich sind verschiedene Fahrzeuge auf dem Markt. Es gibt unterschiedliche Anschlüsse, was die Ladekabel betrifft, verschiedene Akkureichweiten und natürlich auch eine enorme Preisspanne. Doch in entsprechenden Foren könne man schnell gute Informationen erhalten, so Thomas Hummel. "Wir werden mit Elektroautos unser Klimaproblem nicht lösen, und es ist noch nicht alles ideal aufeinander abgestimmt", zeigte sich der Referent offen für Kritik, "aber es macht einfach Spaß", lautete die eindeutige Botschaft.

Natürlich gibt es absolute Gegner und auch Befürworter. Und auch am Donnerstagabend wurden durchaus kritische Fragen gestellt: "Wie lange ist die Lebensdauer eines Akkus?", "Was ist mit Rohstoffen wie Lithium oder Kobalt?", oder "Wo soll der viele Strom herkommen?" Letztlich wird rund um den Globus geforscht, um derzeitige Probleme und Anlaufschwierigkeiten irgendwann lösen zu können.

Interessant war die aktuelle Statistik aus dem Zollernalbkreis, nach der von 123 890 zugelassenen Fahrzeugen 108 mit Gas angetrieben werden und 239 mit Strom. Da der Prozentsatz derzeit also noch im einstelligen Bereich liegt, hat Hummel auch keine Schwierigkeiten, auf seinen dienstlichen Fahrten nach Dortmund auf Autobahnraststätten freie Ladesäulen zu finden.

Es geht ums Wollen

Und eine Urlaubsfahrt an den Comer See kostet gerade einmal zwölf Euro für die Akkuladungen. Nur muss man zwei bis drei Zwischenstopps á 20 Minuten zum Schnellladen einplanen. Aber die sind mit Zigaretten- oder Toilettenpausen gleichzusetzen.

Es geht um das Wollen, verdeutlichte Hummel. Wer nicht auf das E-Auto umsteigen will, findet genügend Argumente dagegen. Er und seine Familie sind jedenfalls auf den Geschmack gekommen. Seine Frau will ihren Citroen C-Zero keinesfalls mehr hergeben. Für den Gebrauchtwagen hat sie etwa 10 000 Euro gezahlt. Und für die Zukunft kommt ohnehin niemand um das Thema Elektromobilität herum.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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