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Burladingen Preisgekrönte Salmendinger Wiesen

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Salmendingens Ortsvorsteher Erwin Straubinger (Sechster von links) bei der Preisverleihung mit dem Vorsitzenden des Vereins "Blumenwiesen-Alb" Rainer Oppermann (ganz links), der Blumenwiesenkönigin Sandra Wild (Dritte von links) und Landrat Thomas Reumann (ganz rechts).   Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Die Salmendinger können sich freuen. Sie haben nicht nur den schönsten Zeugenberg samt Kapelle auf ihrer Gemarkung, sondern sind auch herausragend, wenn es um ihre Blumenwiesen geht. Zusammen mit sechs anderen Preisträgern wurde die Gemeinde jetzt mit einem Geldpreis belohnt.

Burladingen-Salmendingen. Veranstaltet hatte den Wettbewerb der Verein "Blumenwiesen-Alb" unter seinem Vorsitzenden Rainer Oppermann. Insgesamt wurden 40 Gemeinden angeschrieben. Nur sieben, darunter Salmendingen, reagierten.

Aber was die vorzuweisen hatten, so Oppermann bei der Preisverleihung im Landratsamt Reutlingen, "war ganz erstaunlich". Und so konnte sich der Salmendinger Ortsvorsteher Erwin Straubinger neben Projekten des Nabu aus Nehren, der Stadt Mössingen oder der Gemeinde Sondelfingen einreihen. Die Preise übergab Reutlingens Landrat Thomas Reumann, auch die Blumenwiesenkönigin Sandra Wild war mit von der Partie.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Straubinger, warum Salmendingens Wiesen für Bienen, Insekten und das menschliche Auge so ein besonderes Paradies sind. Das ganze Dorf helfe zusammen, besonders die Jugendlichen seien da engagiert. Eine große Rolle spielten dabei die gemeinsamen Einsätze bei den regelmäßigen Umweltaktionstagen. "Auf über 155 Hektar der Gemarkung Salmendingen haben wir blütenbunte FFH-Mähwiesen, also die klassischen Heuwiesen, die meist nur zweimal im Jahr gemäht werden", berichtet der Rathauschef stolz.

Die Blumenwiesen sind ein besonderer Schatz von Biotopen

Daneben lägen die Altgrasstreifen, das waren in diesem Jahr rund zehn Hektar. Sie bildeten, besonders nach der Heuernte, die Rückzugsbereiche für die Insekten.

In Salmendingen machen auch die Landwirte mit, säen ein- oder überjährige Blühmischungen auf der einen oder anderen Ackerfläche im Ruhejahr. 30 Hektar seien das verteilt auf mehrere Ackerschläge in diese Jahr gewesen.

Die Erhaltung der artenreichen Landschaft, so Straubinger weiter, sei dabei besonders durch den Abschluss von Landschaftspflegeverträgen zwischen dem Umweltamt des Landratsamtes Zollernalbkreis und 20 Grundstücksbesitzern gewährleistet. Dies betreffe rund 100 Hektar. Für diese Fläche gäbe es Auflagen, zum Beispiel, was das Mähen und die Düngung betreffe. Damit soll der Naturschutz sicher gestellt werden.

In jedem Jahr sind zudem einzelne Pflegemaßnahmen an Hecken, die Sukzessionsgehölze, etwa unter dem Kornbühl, würden entfernt und Unternehmer, Forst, Landnutzer und örtliche Vereine, wie der Schwäbische Albverein und der Jugendclub, setzten sich besonders für die Erhaltung schützenswerter Biotope ein.

Zudem würde die Öffentlichkeit auf diesen, wie es auch Landrat Thomas Reumann formulierte "besonderen Schatz" der Biotope durch blühende Wiesen immer wieder hingewiesen.

Da gäbe es organisierte Wiesenwanderungen, bei denen Experten des Umweltamtes den Naturliebhabern die Flora und Fauna erläutern, es gäbe Exkursionen zu bestimmten Jahreszeiten und eben die Umweltaktionstage. Bei der Bewirtschaftung durch Beweidung helfen außerdem auch 150 Schafe, 40 Ziegen, zwölf Pferde und fünf Highlander-Rinder, zählt Straubinger auf.

Und freilich, der Geldpreis, den er im Namen des engagierten Teilortes entgegen nehmen durfte, soll natürlich wieder in die Erhaltung der Blumenwiesen fließen.

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