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Burladingen Neuer Stadtchef bringt gute Zeugnisse mit

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Willi Hanselmann (Mitte), Alt-Ortsvorsteher von Calw-Altburg und damit Vorgänger von Davide Licht (links), regte noch am Wahlabend eine musikalische Kooperation zwischen Burladinger Stadtkapelle und der Trachtenkapelle seines Teilortes an. Burladingens frischgewählter neuer Bürgermeister vernahm es erfreut. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Während die Burladinger sich auf ihren neuen Bürgermeister Davide Licht freuen und der schon offizielle Termine in Burladingen wahrnimmt, wird ihm in der Hessestadt Calw und deren Ortsteilen Hirsau und Altburg so manche Träne hinterhergeweint.

Burladingen/Calw. Offiziell antreten wird Licht sein Bürgermeisteramt in der Fehla­stadt wohl zum Jahreswechsel, wie er unserer Zeitung nach seinem Traumergebnis von 92,1 Prozent der abgegebenen Stimmen verriet. Derzeit hat er noch einige Tage Urlaub und nutzt die nicht etwa, um sich vom anstrengenden Wahlkampf zu erholen. Vielmehr wird er heute schon zusammen mit der aus Burladingen stammenden Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und dem BeneVit-Chef Kaspar Pfister eine Buche auf dem Marktplatz pflanzen. Die, so heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Wahlkreisbüro der Staatsministerin, soll auch "symbolisch für einen Neustart in Burladingen stehen".

Noch mindestens drei Monate wird Licht in Hirsau und Altburg als Ortsvorsteher tätig sein und die Abteilung Liegenschaften der Stadt Calw leiten. Dass er der Hesse-Stadt womöglich bald verlustig gehen wird, war der Rathausspitze in Calw und den Weggefährten in den Ortsteilen klar, als der 31-jährige sie in seine Pläne von der Kandidatur in Burladingen einweihte.

"Aufstrebende Talente lassen sich nicht aufhalten, deshalb war es absehbar, dass wir unseren geschätzten Kollegen und Ortsvorsteher auch einmal verlieren werden", meint der Calwer Oberbürgermeister Florian Kling ganz pragmatisch zum Sieg von Davide Licht: "Bei uns überwiegt eindeutig die Freude über das tolle Wahlergebnis und dass Burladingen wieder einen richtigen Bürgermeister bekommt." Die Stelle Lichts werde sofort ausgeschrieben, kündigt Kling an.

Willi Hanselmann, der ehemalige Ortsvorsteher von Altburg und damit Vorgänger von Licht, gilt als enger Vertrauter und Weggefährte des jungen Verwaltungsfachmannes. Hanselmann war mit einer Delegation aus Calw am Wahlsonntag vor Ort in Burladingen und sorgte für die wohl rührendste Geste des Wahlabends. Als Licht seinen Mentor und Freund vor dem Burladinger Rathaus spontan umarmte, gab es Beifall der Zuschauer.

Eine Kooperation der Kapellen angeregt

A lt-Ortsvorsteher Willi Hanselmann freut sich für Licht. Er habe einen "überzeugenden Wahlkampf" geführt, findet Hanselmann. Obwohl Burladingen inklusive der Kernstadt aus zehn Stadtteilen besteht, sei Licht überall zugange gewesen. "Er ist auf alle zugegangen, und das kam gut an", urteilt Hanselmann. Ganz im Gegensatz zu seinen vier Konkurrenten, die laut des ehemaligen Ortsvorstehers "sehr schwach" gewesen seien. Dennoch findet Hanselmann das Ergebnis von 92,1 Prozent "erstaunlich".

Bei der Siegesfeier vor dem Rathaus in Burladingen hat Hanselmann auch gleich eine Kooperation zwischen Calw und Burladingen in die Wege geleitet: "Ich überbringe der Stadtkapelle Burladingen hiermit Grüße von der Trachtenkapelle Altburg und schlage vor, dass die mal in Burladingen zusammen mit Euch auftritt", rief er den Mitgliedern der Stadtkapelle Burladingen zu.

Auch die stellvertretenden Ortschaftsratsvorsitzenden von Altburg und Hirsau haben den Wahlkampf im Zollernalbkreis aufmerksam verfolgt. Karl-Heinz Scheffelmaier (Hirsau) freut sich für Licht. Dieser habe nicht nur gute Arbeit als Ortsvorsteher geleistet, sondern sei ihm auch als Freund ans Herz gewachsen. Scheffelmaier ist überzeugt davon, dass Licht für das Amt des Bürgermeisters geeignet ist. Und doch: "Wir Hirsauer werden ihn sehr vermissen." Sigrid Bantel (Altburg) ist nicht überrascht vom Wahlausgang: "Herr Licht hat einen grandiosen Sieg eingefahren, und ich freue mich sehr für ihn." Licht habe in Altburg gute Arbeit geleistet, viele Erfahrungen gesammelt und mit den Jahren ein gutes Verhältnis zu Vereinen und Bürgern aufgebaut. Mit ihm habe man viele bleibende Projekte umgesetzt wie zum Beispiel die Sanierung des Altburger Rathauses, erzählt Bantel. "Er hatte für jeden immer ein offenes Ohr, und schon daher werden wir Altburger ihn sehr vermissen."

Licht will für sauberen Übergang in Calw sorgen

Bis ein neuer Ortsvorsteher gefunden ist, werden Scheffelmaier beziehungsweise Bantel die Sitzungen des jeweiligen Ortschaftrates leiten. Doch das wird voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres nötig. Denn Licht hat angekündigt, er werde in Calw zunächst seine Projekte undThemen so hinterlassen, dass ein sauberer Übergang gelingt. Davide Licht hat seinen Amtsantritt in der Fehlastadt zum Jahreswechsel im Blick, und dann steht auch sein Umzug nach Burladingen an.

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