Online und coronakonform maskiert: Bürgermeister Davide Licht und Katja Reck, die neue Leiterin der Zentralen Dienste bei der Stadt Burladingen. Screenshot: Ungureanu Foto: Schwarzwälder Bote

Verwaltung: Bürgermeister Davide Licht und Katja Reck informieren über personelle Veränderungen im Rathaus

Neudeutsch heißt es "Job Rotation", was so viel wie Stellenumsetzung bedeutet: Bürgermeister Davide Licht und Katja Reck, die neue Leiterin der Zentralen Dienste im Burladinger Rathaus, haben in einer Online-Pressekonferenz informiert, welche personellen Veränderungen vorgesehen sind. Daneben ging es auch um die bevorstehende Fasnet.

Burladingen. Eine erste Veränderung gibt es im Vorzimmer des Bürgermeisters: Seit Anfang Februar ist Sarah Lindner, die bisher im Ordnungsamt gearbeitet hatte, anstelle von Romina Vergari tätig. Damit ist Sarah Lindner nun unter anderem für die Bereiche Amtsblatt, Hallenbelegungen und Homepage zuständig.

Romina Vergari wird ab Mitte Februar im Fachbereich Ordnung und Bürgerservice arbeiten und zudem auch die Tätigkeiten in der Ortschaftsverwaltung in Gauselfingen übernehmen.

Eine weitere Umsetzung im Vorzimmer wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen: Nach der Landtagswahl, das heißt ab 15. März, wird Evi Hauser das Bürgerbüro verlassen und das bisherige Aufgabengebiet von Sandra Assfalg übernehmen; letztere wird ab diesem Zeitpunkt aus dem Vorder- ins Rückgebäude wechseln und dort ebenfalls im Fachbereich Ordnung und Bürgerservice eingesetzt.

Hier erfolgen laut Stadtverwaltung seit dieser Woche bereits entsprechende Einarbeitungen: Evi Hauser ist an einzelnen Tagen bereits im Vorzimmer des Bürgermeisters tätig. Dies solle einen "fließenden Übergang" ermöglichen, weil die städtischen Mitarbeiterinnen dann optimal eingearbeitet seien, erklärte Katja Reck.

Rathaussturm ist dieses Mal digital

Vor den endgültigen Veränderungen muss sie noch eine weitere Aufgabe übernehmen. Sie ist, wie Bürgermeister Licht schmunzelnd bemerkt, "Interims-Fasnetsbeauftragte". Das heißt, sie muss sich mit Josef Entress, dem Zunftmeister der Burladinger Nautle, um den digitalen Rathaussturm und um den gemeinsamen Fasnetsauftritt der Narren und der städtischen Mitarbeiter kümmern, der ab 10 Uhr etwa eineinhalb Stunden lang im Live­stream auf dem eigenen YouTube-Kanal übertragen und auch danach noch abrufbar sein wird. Moderiert wird das Ganze vom Zunftmeister und von Bürgermeister Davide Licht.

Etwa acht Beiträge werde es geben, verrät der Bürgermeister: "Wir wollen trotz Corona wenigstens ein bisschen närrisch sein", sagt er. Werden die Beiträge schon vorab produziert? Das werden sie: "Wir sind alle schon närrisch dabei, die Beiträge zu drehen." Und wie steht ein Bürgermeister dazu, der aus einem evangelischen, eher noch pietistischen Umfeld kommt? "Wir hatten dort einen Nachtumzug", sagt er, "aber der ist mit den Veranstaltungen hier nicht vergleichbar." Er sei froh, dass er in eine "Fasnetshochburg" gezogen sei: "Ich würde mich als närrisch bezeichnen."

Und gleich zum Auftakt seiner Amtszeit bringt er auch in die Rathaus-Fasnet frischen Wind: In den vergangenen paar Jahren habe es zwar einen Rathaussturm gegeben, jedoch ohne Bürgermeister. Das ändert sich jetzt. Für die Tage nach dem Rathaussturm sei allerdings – Corona bedingt – noch nichts geplant.

Noch eine Neuerung gibt es im Rathaus: Im Amtsblatt und auf der Homepage der Stadt findet sich künftig auch ein Grundstücksmarkt für Privateigentümer, wo Angebote und Gesuche "einfach und niederschwellig" bekanntgegeben werden können. Das sei keine Konkurrenz zu den Maklern, sondern nur "ein Portal, um die Situation zu entspannen". Auch deshalb, weil es in letzter Zeit immer mehr Anfragen gegeben habe.

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