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Burladingen Narren sorgen sich um Brauchtum

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Bernhard Raufeisen legt sein Amt nieder.Foto: sr Foto: Schwarzwälder Bote

In der Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Narrenverbände hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben. Die alljährliche Brauchtumertagung der Südwest-Narren fand in diesem Jahr in Hettingen statt.

Burladingen/Hettingen (sr). Der Ringpräsident des Alb-Lauchert-Narrenrings, Anton Blau, die Präsidenten, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Narrenverbände, die in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) südwestdeutscher Narrenverbände zusammengeschlossen sind, trafen sich zur Brauchtumertagung. Diesmal unter den üblichen Corona-Einschränkungen. Die rund 40 Teilnehmer wurden von Bürgermeisterin Dagmar Kuster im Schloss mit einem kleinen Stehempfang und Ausführungen zur Stadt Hettingen begrüßt. Danach ließ sich mancher von Museumspräsident Klaus Gluitz das Museum Narrenburg zeigen. Nach einem gemeinsamem Mittagessen begann der offizielle Teil der Tagung.

An erster Stelle stand die Wahl eines neuen Brauchtumssprechers. Der bisherige Sprecher der ARGE, Bernhard Raufeisen, Brauchtumsmeister des VAN (Verband Alb-Bodensee Oberschwäbischer Narrenvereine), gab nach sechs Jahren im Amt die Verantwortung in jüngere Hände. Die Ehrungslaudatio für Bernhard Raufeisen hielt auf humorvolle Weise sein langjähriger Freund und Weggefährte, Siggi Burgermeister, Ringpräsident des VAN.

Von allen vertretenden Vereinigungen erhielt Bernhard Raufeisen einen handgeschnitzten "Till Eulenspiegel" mit Urkunde überreicht. In dieser Art wurde die Figur seither erst viermal vergeben. Die Entlastung sowie die Wahl erfolgten unter der Leitung von Walter Sieber, Ringpräsident des NFR-ZA (Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb). Mit Jakob Holocher, Brauchtumssprecher des NFR-NG (Närrischer Freundschaftsring Neckar-Gäu), konnte ein Nachfolger für dieses verantwortungsvolle Amt gefunden werden. Einstimmig sprach die Versammlung Jakob Holocher das Vertrauen aus.

In seinen Dankesworten betonte der neue Amtsinhaber den Stellenwert und die Wichtigkeit der Fasnet als Brauchtum sowie die Gemeinsamkeit und Harmonie der Verbände im Miteinander und bei Entscheidungen. Im weiteren Verlauf der Tagung stand die Fortführung der Diskussion aus der vorigen Brauchtumertagung in Bad Dürrheim. Im Dezember 2014 wurde die Fasnet durch die deutsche UNESCO-Kommission zum "nationalen immateriellen Kulturerbe" erklärt. Die durch ihre Verbände in der ARGE vertretenen Zünfte haben seither die Möglichkeit, das "Logo des immateriellen Kulturerbes" nach eingehender Überprüfung durch ihre Verbände verliehen zu bekommen. Dazu müssen sie in einem offiziellen Fragebogen darlegen, dass sie die erforderlichen Grundsätze der schwäbisch-alemannischen Fasnet erfüllen.

Die Aussagekraft dieses Fragebogens stand in Hettingen weiterhin zur Diskussion. Dieser Punkt konnte nicht abschließend beantwortet werden und stand bei der Tagung aller Ringpräsidenten erneut im Mittelpunkt.

Natürlich durfte auf dieser Tagung das Thema "Fasnet 2021 und Corona" nicht fehlen. Eine abschließende Empfehlung zu diesem Thema wird ebenfalls von der Sitzung der Ringpräsidenten in Bad Dürrheim zu erwarten sein.

Zum Abschluss der Tagung wurde die Austragung der Brauchtumertagung 2021 vergeben. Sie wird im Oktober von der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) unter Leitung ihrer Ringpräsidentin Anne-Rosel Schwarz ausgerichtet werden.

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